Ohne Titel
Künstler: Josef Baron
Jahr: 1985
Im Jahr 1985 schuf der Bildhauer Josef Baron, bekannt für seine Kirchenkunst, die Bronzeskulptur der Heiligen Katharina von Labouré für die St. Suitbertus-Kirche in Dortmund. Die 1,40 m hohe und 0,60 m breite Skulptur befindet sich auf einem 1,00 m hohen zylinderförmigen Betonpostament an der Südseite des Gotteshauses. Sie zeigt die französische Heilige, welche durch ihre Visionen und ihr Wirken als Vinzentinerin bekannt wurde, unterlebensgroß. Barons Werk zeichnet sich durch eine gemäßigte Moderne aus; er nutzt reduzierte Formen und eine klare Bildsprache. Die dargestellte Figur trägt einen Ordenshabit mit Flügelhaube sowie eine dicke Kordel um den Leib, von welcher ein langer Rosenkranz mit Kruzifix herabhängt. Ihre Gestik – zwei Finger an den Lippen – könnte auf ihren still vollbrachten Dienst hinweisen. In ihrer rechten Hand hält sie das wundertätige Medaillon, das Baron als zwei ovale Platten darstellte, sodass Vorder- und Rückseite gleichzeitig sichtbar sind. Auf der Vorderseite ist Maria abgebildet, wie sie auf dem Erdball steht und Gnadenstrahlen aussendet; sie zertritt dabei eine Schlange – ein Symbol des Bösen. Dazu die lateinische Inschrift „O Maria, ohne Sünde empfangen, bete für uns, die wir unsere Zuflucht zu dir nehmen“, bittet um Marias Fürbitte. Die Rückseite ziert ein großes "M" mit einem Kreuz darüber sowie das Herz Jesu mit Dornenkrone und das schwertdurchbohrte Herz Marias, umgeben von zwölf Sternen. Diese Darstellung verweist auf die tiefe Marienverehrung innerhalb der katholischen Kirche. Am Bronzeportal mittig in zwei gerahmten Bildfeldern (0,40 m x 0,60 m) ist das biblische Gleichnis der „Klugen und Törichten Jungfrauen“ in flachem Relief mit reduzierten Formen dargestellt. Signatur: "BARON", sowie das Gießereisiegel "Guss Schwab Münster" kennzeichnen das Kunstwerk authentisch. Inschrift Medaillon: „O MARIA SINE LABE CONCEPTA O.P.N. QUI CONFUGIMUS AD TE”.
