Porta Globalica
Künstler: Jürgen Goertz
Jahr: 1989
"Porta Globalica", ein Kunstwerk von Jürgen Goertz aus dem Jahr 1989, ist eine beeindruckende Installation der Baukunst. Die Skulptur befindet sich am Eingang des Fernmeldeamts in der Mallinckrodtstraße in Dortmunds Innenstadt-Nord und besteht aus Aluminium, Kunststoff und Bronze. Sie erstreckt sich über die gesamte Höhe der Fassade mit einer maximalen Ausdehnung von etwa 20 Metern. Die Komposition umfasst zehn quadratische Bronzereliefs mit Porträtköpfen, die in drei vertikalen Reihen angeordnet sind – vier auf der linken Seite und jeweils drei in den beiden anderen Spalten. Diese Köpfe zeigen Männer und Frauen unterschiedlicher Persönlichkeiten, begleitet von Attributen wie Geldscheinen oder Kameras, welche ihre Identität oder Tätigkeit symbolisieren könnten. Zentral hängt eine große gelbe Kugel zwischen einem blauen Metallrohr mit bunten geometrischen Formen und den Reliefs. Das Rohr selbst durchdringt mehrere farbige Elemente und endet in einer blauen Halbkugel; sein unteres Ende wird durch eine weiße Kugel markiert. Ein weiteres kugelförmiges Element an einem Hebel steht diesem gegenüber. Diese dynamische Anordnung erinnert an technische Kontakte und stellt einen Bezug zur Funktion des Gebäudes als Knotenpunkt für Telekommunikation her. Der Titel "Porta Globalica" lässt Assoziationen zu einem global vernetzenden Tor entstehen – passend zum weltumspannenden Charakter des Postwesens. Goertz' Werk zeichnet sich durch seine assoziationsreichen Darstellungen aus, die sowohl naturalistisch als auch phantasievoll wirken. Die individuell gestalteten Köpfe könnten Erfinder darstellen, deren Portraits durch technische Symbole ergänzt werden, was das Thema Kommunikation unterstreicht.
