Kriegerdenkmal in Brechten, Gefallene 1866, 1870-71, 1914-1918 und 1939-1945
Künstler: Kreu(t)zheide
Jahr: 1872
Das Kriegerdenkmal in Dortmund-Brechten, eine Skulptur aus Sandstein, steht als Mahnmal für die Gefallenen verschiedener Kriege. Mit einer Höhe von etwa 5,00 m ist es seit seiner Einweihung am 2. September 1872 vor der evangelischen Kirche St. Johann Baptist ein fester Bestandteil in Dortmund-Brechten. Ursprünglich errichtet zur Erinnerung an die Soldaten der Kriege gegen Österreich (1866) und Frankreich (1870-71), wurden später Namen und Widmungen für die Opfer des Ersten und Zweiten Weltkriegs hinzugefügt. Die Säule ohne Kapitell ruht auf einem zweistufigen quadratischen Postament innerhalb einer oktogonalen Umfriedung. Sie wird von einem deutschen Adler gekrönt, dessen Schwingen nach Westen weisen und der symbolisch eine Reichskugel in seinen Krallen hält. Die Inschriften zu den Kriegen von 1866, 1870/71, 1914-1918 und 1939-1945 auf dem Denkmal lauten: „Es starben den Heldentod für König und/ Vaterland“; „Zum Gedenken [unleserlich] Kriegstoten von 1870/71 GEGEN FRANKREICH / HEINRICH SCHULTE TOCKHAUS / WILHELM MIDDENDORF / LUDWIG BENTHAUS / HEINRICH KOCH / DIEDRICH HAUMANN“; „1914-1918“; Seite: „Sie starben als rassisch und politisch Verfolgte“; „1866 GEGEN OESTEREICH / HEINRICH ROSENBAUM / WILHELM HANEBECK“; Rückseite: „ERRICHTET 1872“; „1939-1945“; Weitere Inschrifttafel unleserlich: „Sie starben auf den Schlachtfeldern und in Gefangenschaft“. Einst umgaben sieben Eichen das Denkmal zu Ehren der gefallenen Soldaten; heute sind einige Namentafeln leider unleserlich geworden. Trotzdem bleiben die Namen vieler Gefallener erhalten – Zeugen vergangener Konflikte und Mahnung für zukünftige Generationen.
