Abteufkübel
Künstler: Künstler:in unbekannt
Jahr: 1971
Dieses Industriekunstwerk, ein Abteufkübel aus Stahl, gefüllt mit Steinen, befindet sich in Dortmund-Husen an der Husener Straße. Mit einer Höhe von etwa 1,80 m ohne Henkel und einem Durchmesser von circa 1,20 m präsentiert es sich massiv. Der Kübel wurde im Jahr 1971 gefertigt und später dem Förderverein Bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier e.V. von der Deilmann-Haniel GmbH gestiftet, auf einer Plakette am Kübel steht: "Abteufkübel Baujahr 1971 gestiftet dem Förderverein Bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier e.V. von der Deilmann-Haniel GMBH". Eine Tafel vor dem Kübel erzählt die Geschichte des Bergwerks Zeche Kurl (Courl), dessen Schächte Asseln 1 und 2 ab 1856 abgeteuft wurden und starke Wasserzuflüsse erlebten. Die Grube stand seit 1861 in Förderung und musste zwischenzeitlich aufgrund dieser Zuflüsse vorübergehend geschlossen werden. Im Laufe seiner Betriebsgeschichte wechselte das Bergwerk mehrfach den Besitzer, erweiterte seine Anlagen mit charakteristischen "Tomson-Böcken" und errichtete zahlreiche Arbeiterwohnungen. Die höchste Jahresförderung erreichte die Zeche im Jahr 1929 mit über einer halben Million Tonnen Kohle durch die Arbeit von 1.508 Beschäftigten. Trotz Protesten wurde sie infolge der Weltwirtschaftskrise am 15. Juni 1931 stillgelegt, doch der steigende Kohlenbedarf führte bald zum weiteren Abbau des Feldes Kurl. Nachdem die rund 400 Meter tiefen Schächte in den Jahren 1981/82 endgültig verfüllt wurden, zeugen heute nur noch zwei Entgasungsrohre auf dem Parkplatz von ihrer Existenz. Das Kunstwerk selbst dient als historisches Denkmal für diese bedeutende Ära des Ruhrbergbaus und ist ein stählernes Symbol für die industrielle Vergangenheit Dortmunds sowie für den Wandel der Region.
