Atlanten
Künstler: Künstler:in unbekannt
Jahr: Nicht bekannt
Die Skulptur der beiden Atlanten, mythologische Gestalten aus dem antiken Griechenland, die als Himmelsträger bekannt sind, fügt sich kontrastreich in das Umfeld des technik- und wissenschaftsorientierten Campus der Technischen Universität in Dortmund-Barop ein. Abseits vom Hauptgeschehen des Campus Nord, eingebettet zwischen Bäumen auf einer Grünfläche nahe der Emil-Figge-Straße und der Bundesstraße 1, richten diese überlebensgroßen Betonfiguren ihren Blick auf einen benachbarten Teich. Mit einer Höhe von 3,60 m und einer Breite von 1,20 m stehen die bärtigen Figuren nur mit einem Schurz bekleidet auf Sockeln, die mit Wappen verziert sind. Hinter den Atlanten erhebt sich eine Mauer – ein stummer Zeuge ihrer Lasttragenden Pose: Gesenkte Köpfe und gebeugte Körperhaltungen verdeutlichen die Schwere ihres Tragens. Die Asymmetrie ihrer Haltung – einer stützt die Last mit dem rechten Arm, der andere mit dem linken – spiegelt ihre Geschichte wider; sie zierten einst das Portal eines Hauses in Dortmund-Dorstfeld. Im Jahr 1978 wurden Spolien dieses Portals durch Bruno Schönhagen zu einer Pyramide arrangiert und symbolisierten so den Fortbestand alter Substanz im Neuen. Diese wiedererrichteten Atlanten dienen als visuelles Echo jener Idee. Das genaue Erstellungsjahr sowie Informationen über die schaffende Person bleiben unbekannt. Doch auch ohne diese Details verkörpert das Kunstwerk eine tiefe Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart im urbanen Raum.
