Denkmal für Erzberger, Rathenau und Ebert
Künstler: Künstler:in unbekannt
Jahr: 1927
Der Gedenkstein in Dortmund-Grävingholz wurde 1927 errichtet und ehrt die Weimarer Republikaner Friedrich Ebert, Matthias Erzberger und Walther Rathenau. Diese politischen Führungsfiguren waren nicht nur heftigen Angriffen ausgesetzt; Erzberger und Rathenau fielen rechtsextremen Mordanschlägen zum Opfer. Der Obelisk aus rotem Main-Sandstein mit einer Höhe von 2,20 m erinnert an einen Meilenstein und steht auf einem gestuften Sockel. Eine Bronzetafel trägt die Inschrift „Den großen Republikanern Friedrich Ebert 1871-1925, Matthias Erzberger 1875-1921, Walther Rathenau 1867-1922“. Ebert war als SPD-Mitglied der erste Reichspräsident der Weimarer Republik bis zu seinem Tod im Jahr 1925. Erzberger vom Zentrum diente als Reichsfinanzminister und wurde ebenso wie DDP-Reichsaußenminister Rathenau durch die Organisation Consul ermordet. Die Errichtung des Denkmals ging auf eine Initiative des SPD Ortsvereins Eving zurück. Nach seiner Zerstörung durch Nationalsozialisten im Jahr 1933 wurde es dank des Engagements von SPD, CDU, FDP sowie lokalen Gewerkschaften und Vereinen im Jahr 1950 neu errichtet. Dieses Monument teilt seine symbolische Bedeutung mit ähnlichen Denkmälern in Witten am Hohenstein (1926) und dem später zerstörten Pendant in Duderstadt (1928). Bis zum Jahr 1984 befand sich das Kunstwerk im Grävingholzer Wald; heute ist es ein Zeugnis für den Kampf um Demokratie während einer turbulenten Zeit deutscher Geschichte. Die Identität der schaffenden Künstler:in bleibt unbekannt.
