Ehren- und Grabmal für die Opfer des Grubenunglücks am 22.12.1897
Künstler: Künstler:in unbekannt
Jahr: 1897 (?)
Das Ehren- und Grabmal, errichtet zur Erinnerung an die Opfer des Grubenunglücks vom 22. Dezember 1897, ist ein eindrucksvolles Monument auf dem Ostfriedhof in Dortmunds Innenstadt-Ost. Das aus Rotsandstein gefertigte Denkmal erreicht eine Höhe von 3,50 m und eine Breite von 2,00 m. Es ruht auf einem Podest und wird durch eine sich nach oben verjüngende Stele geprägt, gekrönt von einer Urne, die mit einem Tuch bedeckt ist. Die dunklen Marmorplatten tragen sowohl Hammer und Schlägel als auch Inschriften in goldenen Lettern. Inschrift auf der Vorderseite mit den Namen der verstorbenen Bergleute: „Rudolf Kruse gnt. Bentmann / August Mester. / Gottfried Sommer. / August Scharf./ Albert Walkhoefer. / Carl Wahring. / Gustav Becher. / Nicolaus Wolf. / Heinr. Wilhelm. / Christian Sutor. / Franz Stürm. / Theodor Kaiser. / Jgnatz Dombrowski. / Mart. Gollunskowski. / Eduard Kowski. / Josef Nemaita. / Joh. Raubuch. / Mich. Strauss.“ Auf der Rückseite steht in goldenen Lettern: "Den in treuer Pflichterfüllung am 22. Dezember 1897 auf Schacht Kaiserstuhl II verunglückten Bergleuten gewidmet von der Gewerkschaft Ver. Westphalia". Die Umfriedung des Grabes besteht aus Eisenketten und -pflöcken, was dem Ensemble einen würdevollen Rahmen gibt. Obwohl der oder die schaffende Künstler*in unbekannt bleibt, spricht das Werk für sich selbst – es steht als stummer Zeuge für kollektives Gedenken einer Gemeinschaft an ihre verlorenen Mitglieder.
