Fördergerüst des Zentralschachtes der Grube Lüderich (Industriedenkmal)
Künstler: Künstler:in unbekannt
Jahr: 1907-1979 (?)
Das imposante, 10,60 Meter hohe Fördergerüst aus Stahl ist ein Zeugnis der Industriekunst und steht seit 1980 im Außenbereich des Naturkunde-Museums in Dortmunds Innenstadt-Nord. Ursprünglich gehörte es zum Blei-Zink-Bergwerk Lüderich in Untereschbach, Bergisches Land, und wurde nach dessen Stilllegung im Mai 1979 an seinen heutigen Standort versetzt. In der Publikation "75 Jahre Museum für Naturkunde" vom 30. Mai 1987 wird das Gerüst als markantes Wahrzeichen des Museums gewürdigt. Die Geschichte des Schachtes reicht bis ins Jahr 1907 zurück, als die erste Seilfahrtsurkunde ausgestellt wurde. Die beiden Förderkörbe des Gerüsts hatten eine wichtige Funktion: Sie transportierten Menschen sowie Materialien in die Tiefe der Erde und wieder zurück an die Oberfläche. Jeder Korb war dabei in der Lage, zwei Grubenwagen mit jeweils zwei Tonnen Erz zu befördern. Angetrieben wurden die Förderkörbe durch eine Trommel-Seilfördermaschine aus dem Jahr 1937 von der Köln-Ehrenfelder Maschinenbau-Anstalt. Das Fördergerüst diente zuletzt dazu, Erze aus einer Tiefe von 314 Metern zu Tage zu fördern. Obwohl das Kunstwerk seit seiner Integration in den Kontext des Museums einen neuen Zweck erfüllt – nämlich als didaktisches Objekt eines Anschauungs-Bergwerks – bleibt seine industrielle Vergangenheit unvergessen. Sein Einfluss auf das kulturelle Gedächtnis ist unübersehbar.
