Förderwagen
Künstler: Künstler:in unbekannt
Jahr: 1990
Die Industriekunst in Form eines Förderwagens aus der ehemaligen Zeche Gneisenau steht als Denkmal auf Schienen an der Silberstraße in Dortmund und dient als Erinnerungsstück an die Bergbaugeschichte der Stadt. Mit einer Höhe von 1,40 m und einer Breite von 1,60 m wurde dieses Objekt im Jahr 1993 vom Kolpinghaus aufgestellt, um das hundertjährige Bestehen zu feiern. Adolph Kolping hatte einst die Vision, wandernden Gesellen nicht nur eine Unterkunft, sondern auch einen Bildungs- und gesellschaftlichen Treffpunkt zu bieten – eine Tradition, die das Kolpinghaus Dortmund unter Leitung von Harald Kruse fortsetzte. Zusammen mit einem 200-Liter-Fass der Privatbrauerei Thier symbolisiert der Förderwagen den Strukturwandel in Dortmund, wo Kohleabbau und Brauereiwesen einst prägend waren. Die letzte Kohleförderung fand am 31. März 1987 auf der Schachtanlage Minister Stein statt – ein Ereignis, das in der lokalen Geschichte als Ende des 'Schwarzen Goldes' bekannt ist. Eine Tafel vor dem Kunstwerk trägt die Inschrift: "FÖRDER WAGEN gestiftet im Jahr 1990 von der SCHACHTANLAGE GNEISENAU-DORTMUND-DERNE mit einem freundlichen 'Glück-auf'". Dieser Text verweist auf die Stiftung des Wagens durch die Schachtanlage sowie auf den traditionellen Bergmannsgruß. Die Bedeutung dieser Industriekunst für das kulturelle Erbe Dortmunds ist unverkennbar.
