Gedenkplatte Familie Arthur Rosenberg
Künstler: Künstler:in unbekannt
Jahr: 2012
Diese Gedenktafel aus Bronze, die an der Paderborner Straße in Dortmund-Körne an die Familie Rosenberg erinnert, ist ein Mahnmal gegen das Vergessen. Sie wurde 2012 vom Körner Kultur- und Kunstverein initiiert und ehrt Arthur und Elsa Rosenberg sowie ihre Tochter Gerda, die hier bis 1938 lebten. Die Inschrift auf der Tafel berichtet von ihrer Deportation nach Theresienstadt im Jahr 1942 und ihrer Ermordung in Auschwitz zwei Jahre später: "MAHNENDE ERINNERUNG AN DIE JÜDISCHE FAMILIE ARTHUR UND ELSA ROSENBERG. SEIT 1938 WOHNTEN SIE HIER MIT IHRER TOCHTER GERDA. 1942 WURDEN SIE IN DAS KONZENTRATIONSLAGER THERESIENSTADT DEPORTIERT UND 1944 IM KONZENTRATIONSLAGER AUSCHWITZ ERMORDET. KÖRNER KULTUR- UND KUNSTVEREIN 2012". Die Platte misst etwa 0,30 m in der Länge und 0,22 m in der Breite. Ihr Design ist bewusst schlicht gehalten: eine graubraune Färbung mit einer leicht erhabenen Schrift, die den gesamten Raum einnimmt, flankiert von zwei Davidsternen als einzige Verzierungen. Dr. Wilhelm Fricke forschte über mehrere Jahre zur Geschichte der Rosenbergs und regte die Errichtung dieser Gedenkplatte an. Nach Genehmigung durch die Bezirksvertretung Innenstadt-Ost wurden die Kosten für den Guss von Karl-Heinz Ludwig und seiner Frau Gisela getragen, welche persönliche Bekanntschaften zu den Rosenbergs pflegten. Die Installation erfolgte unter Leitung von Ulrich Finger durch das Tiefbauamt Dortmunds in einem fest verankerten Betonguss – ein steter Appell zur Erinnerung an das Schicksal der jüdischen Familie Rosenberg und ein Zeichen des Widerstands gegen das Vergessen der Gräueltaten des Nationalsozialismus.
