Gedenkplatte für die Widerstandskämpfer Husemann, Grüning und Oberhaus
Künstler: Künstler:in unbekannt
Jahr: 1990-1991 (?)
An der Harkortstraße 58 in Dortmund-Hombruch hängt seit 1990 eine quadratische Gedenktafel mit 0,80 m Kantenlänge aus Bronze, die an das tragische Schicksal von Widerstandskämpfern erinnert. Die Tafel trägt die Inschrift: „Den ermordeten Widerstandskämpfern aus dem Stadtbezirk Hombruch ein ehrendes Gedenken – stellvertretend: FRIEDRICH HUSEMANN (1873-1935) Bergarbeiterführer, Reichstagsabgeordneter der SPD, ermordet am 15. April 1935 im Konzentrationslager Esterwegen. HANS GRÜNING (1917-1944) Mitglied des Kommunistischen Jugendverbandes, am 24. Juni 1944 im Zuchthaus Brandenburg mit dem Fallbeil hingerichtet. WILHELM OBERHAUS (1901-1942) katholischer Priester, Jugendseelsorger, Vikar der St. Clemens-Gemeinde, ermordet am 20. September 1942 im Konzentrationslager Dachau.“. Friedrich Husemann (1873-1935), ein führender Bergarbeiter und SPD-Reichstagsabgeordneter, wurde trotz geplanter Emigration von der Gestapo in Deutschland festgehalten und schließlich 1935 im Konzentrationslager Esterwegen ermordet. Hans Grüning (1917-1944), Mitglied des Kommunistischen Jugendverbandes, unterstützte russische Kriegsgefangene bei Widerstandsaktionen und wurde nach seiner Verhaftung 1944 hingerichtet. Wilhelm Oberhaus (1901-1942), katholischer Priester und engagierter Jugendseelsorger, setzte sich für das Recht der Eltern auf Erziehung ihrer Kinder ein; nach mehreren Haftstrafen starb er erschöpft im Konzentrationslager Dachau. Die Gedenkplatte dient als Mahnung und Erinnerung an die Grausamkeiten des Nationalsozialismus sowie als Tribut an jene, die ihr Leben für Freiheit und Gerechtigkeit ließen.
