Titel Unbekannt
Künstler: Künstler:in unbekannt
Jahr: Nicht bekannt
Dieser Gedenkstein aus Ruhrsandstein steht in Dortmund-Derne als Mahnmal für die während des Nationalsozialismus auf der Zeche Gneisenau ausgebeuteten und zu Tode gekommenen Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter. Die Initiative zur Aufstellung ging von einem Bürgerantrag der DKP im April 1989 aus, inspiriert durch den anstehenden Besuch Michail Gorbatschows bei den Stahlarbeitern in Dortmund. Nach langjährigen politischen Auseinandersetzungen und mit Unterstützung verschiedener lokaler Gruppen wurde am 50. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus eine provisorische Mahntafel errichtet. Die endgültige Einweihung fand am Volkstrauertag 1995 statt – mehr als fünf Jahre nach dem ersten Antrag der Aufstellung. Bezirksvorsteher Lütgebüter überreichte die Tafel schließlich der Öffentlichkeit, wobei er sie selbst finanzierte, was kritische Fragen bezüglich des Engagements der Stadtverwaltung aufwarf. Die Inschrift auf dem Stein wurde von allen politischen Fraktionen getragen und dient als stetes Erinnern an die Opfer des Naziregimes in dieser Region: "ZUM GEDENKEN AN DIE AUF DER ZECHE GNEISENAU WÄHREND DES NATIONALSOZIALISMUS AUSGEBEUTETEN UND ZU TODE GEKOMMENEN KRIEGSGEFANGENEN UND ZWANGSARBEITER".
