Gedenkstein Deportation jüdischer Bürger nach Ausschwitz
Künstler: Künstler:in unbekannt
Jahr: 1991
Am Brackeler Hellweg in Dortmund-Brackel steht ein Gedenkstein, der als Mahnmal für die Deportation jüdischer Bürgerinnen und Bürger nach Auschwitz dient. Dieser ist Teil von vier Gedenkorten, die im gesamten Stadtbezirk an das dunkle Kapitel des Nationalsozialismus erinnern sollen. Der etwa 1,40 m hohe und 1,07 m breite Stein besteht aus hellem Sandstein und ist mit einem Quader als Querriegel versehen. An der Vorderseite befindet sich eine Bronzetafel mit der Inschrift: "Erde, bedecke nimmer mein Blut! (Hiob 16,18)" in hebräischer und deutscher Schrift; "Unweit dieser Stelle - von einer ehemaligen Gaststätte (Brackeler Hellweg 115) aus - ging am 1.März 1943 ein Transport nach Auschwitz. Fast 1000 jüdische Männer, Frauen und Kinder aus dem Regierungsbezirk Arnsberg wurden von den Handlangern des nationalsozialistischen Terrorregimes in das Vernichtungslager verschleppt. Nahezu alle wurden dort ermordet." Die Errichtung dieses Denkmals im Jahr 1991 wurde durch die SPD Ortsverein Brackel ermöglicht und soll dazu beitragen, das Schicksal der Ermordeten in das kollektive Gedächtnis zurückzurufen. Das Projekt entstand in Zusammenarbeit zwischen dem Stadtarchiv Dortmund und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit. Der Künstler oder die Künstlerin des Werks bleibt unbekannt; jedoch spricht dessen schlichte Materialität und Gestaltung eine universelle Sprache des Gedenkens.
