Gedenkstein für die Deportation von Sinti und Roma

Gedenkstein

Künstler: Künstler:in unbekannt

Jahr: 1998

Dieser Gedenkstein an der Gronaustraße in Dortmunds Innenstadt-Ost, eingeweiht im Jahr 1998, ist ein Mahnmal für die Deportation der Sinti und Roma während des Nationalsozialismus. Der aus Sandstein gefertigte Stein zeigt eine grobe Oberfläche und verjüngt sich nach oben hin. Seine hellbraun bis rostbraune Farbgebung steht im Kontrast zur dunkelgrau-grünlichen Bronzeplatte mit einer tiefgreifenden Inschrift. Diese erinnert an den tragischen Tag des 9. März 1943, als von hier aus Menschen in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert wurden. Die Platte misst 0,45 m in der Höhe und 0,85 m in der Breite, während der Stein selbst eine Höhe von 2,20 m und eine Breite von 1,15 m erreicht. Die Inschrift lautet: „Vom ehemaligen Ostbahnhof aus, dessen Gelände sich früher in unmittelbarer Nähe befand, wurden am 9. März 1943 Sinti und Roma aus Dortmund und Umgebung in das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau deportiert. Zu ehrenden Gedenken an die Ermordeten und den Lebenden zur Mahnung, stets rechtzeitig der Unmenschlichkeit entgegenzutreten.“. Die beidseitig platzierten länglichen Steinkuben laden zum Verweilen und Reflektieren ein. Hinter dem Denkmal hebt sich eine weiß gestrichene Mauer ab, deren Beschriftung zusätzlich auf die Bedeutung des Ortes hinweist. Das Kunstwerk entstand auf Initiative des Verbandes Deutscher Sinti und Roma – Landesverband NRW als Zeichen gegen das Vergessen des Völkermordes an Sinti und Roma. Es dient nicht nur dem ehrenden Gedenken an die Ermordeten sondern auch als Mahnung an die Lebenden, stets wachsam gegen Unmenschlichkeit zu sein.