Gedenkstein für die Juden in Aplerbeck

Gedenkstein

Künstler: Künstler:in unbekannt

Jahr: 1995

Standort: Dortmund

An der U-Bahnhaltestelle Aplerbeck in Dortmund-Aplerbeck steht ein Gedenkstein in der Form eines Findlings, der an die Leiden der jüdischen Gemeinschaft während des Nationalsozialismus erinnert. Dieses Mahnmal wurde 1995 auf Initiative des Aplerbecker Geschichtsvereins errichtet, genau fünf Jahrzehnte nach dem Ende der NS-Herrschaft. Ursprünglich war eine Tafel mit einer bewegenden Inschrift angebracht, welche jedoch entwendet wurde. Im Jahr 1998 erfolgte die Anbringung einer neuen Edelstahlplatte, die fest in den Stein integriert ist und somit Diebstahl vorbeugen soll. Die Inschrift auf dem Gedenkstein lautet: "Zur Erinnerung an die Leiden der jüdischen Mitbürger des Stadtbezirks Aplerbeck, welche durch die Nazi-Diktatur entrechtet und ermordet wurden." Der Standort dieses Denkmals befindet sich zwischen den ehemaligen Gebetsräumen der jüdischen Gemeinde – das alte Haus in der Weststraße 9 (heute Marsbruchstraße) und ein neuerer, größerer Saal an der Köln-Berliner Straße 44 in Dortmund-Aplerbeck. Diese Orte markieren historische Stätten des jüdischen Lebens in Aplerbeck, von wo aus im Jahre 1941 die letzten Mitglieder ihrer Gemeinde vertrieben wurden. Die Bedeutung des Denkmals für das kollektive Gedächtnis und die Aufarbeitung dunkler Kapitel deutscher Geschichte ist unverkennbar.

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