Gedenktafel für Fritz Henßler

Gedenktafel

Künstler: Künstler:in unbekannt

Jahr: 1985

Diese Gedenktafel aus Kunstmarmor, geschaffen im Jahr 1985 und platziert an der Deutsch-Luxemburger-Straße 31 in Dortmund-Hombruch, ehrt das Andenken an Fritz Henßler (1886-1953), einen bedeutenden Akteur des sozialdemokratischen Widerstands gegen das NS-Regime. Die quadratische Tafel mit der Kantenlänge von 0,50 m hängt an der ehemaligen Leihbücherei seiner Frau Ella, welche von 1933 bis 1936 ein Ort des Widerstandes unter Henßlers Führung war. Die Inschrift lautet: „In diesem Haus, der ehemaligen Leihbücherei Ella Hensslers, befand sich 1933-1936 unter Fritz Henssler ein Dortmunder Zentrum des sozialdemokratischen Widerstandes gegen das Naziregime. Verhaftung Fritz Hensslers 1936 / Gefängnis und Konzentrationslager bis 1945 / Oberbürgermeister 1946 – 1953 +“. Nach seiner Rückkehr nach Dortmund wurde er zum Oberbürgermeister gewählt und vertrat später die Interessen der Region im nordrhein-westfälischen Landtag, im Bundestag und seit 1952 im Europaparlament. Fritz Henßler selbst erlernte zunächst das Handwerk des Buchdruckers und Schriftsetzers. Seine politische Karriere begann mit dem Eintritt in die SPD und den Deutschen Metallarbeiterverband im Jahre 1905. Als Redakteur prägte er maßgeblich die Dortmunder Arbeiter-Zeitung und später die Westfälische Allgemeine Volkszeitung. Sein Engagement führte ihn über lokale politische Ämter schließlich in den Reichstag, wo er sich insbesondere für die Belange des Ruhrgebiets einsetzte. Die Tafel ist nicht nur ein Zeugnis seines Lebensweges sondern auch ein Symbol für Mut und Standhaftigkeit in Zeiten der Unterdrückung. Der oder die schaffende Künstler*in dieser Gedenktafel bleibt unbekannt; doch ihr Werk spricht Bände über das Vermächtnis eines Mannes, der Geschichte schrieb durch seinen unermüdlichen Kampf für Demokratie und soziale Gerechtigkeit.