Gichtgas-Brillenschieber

Industriedenkmal

Künstler: Künstler:in unbekannt

Jahr: 1968

Das Industriedenkmal "Gichtgas-Brillenschieber" in der Eberhardstraße in Dortmunds Innenstadt-Nord ist ein eindrucksvolles Zeugnis der industriellen Vergangenheit der Stadt. Geschaffen im Jahr 1968, besteht das Monument aus Stahl und misst etwa 4,00 m in der Höhe sowie 6,00 m in der Breite. Seine dunkelgrüne Farbgebung weist braune Roststellen auf, die von den natürlichen Alterungsprozessen des Materials zeugen. Die kreisförmige Öffnung des Denkmals ermöglicht einen Durchblick und symbolisiert die Verbindung zwischen den Hüttenwerken "Westfalenhütte" und "Phoenix-West". Der Schieber war Teil eines über 20 Kilometer langen Leitungssystems, das den Dortmunder Stadtkern umschloss und dessen Erscheinungsbild über ein Jahrhundert prägte. Dieses spezielle Teilstück wurde am 12. August 1968 begast und hatte eine Länge von 6,8 km mit einem Rohrdurchmesser von zwei Metern. Die Konstruktion erlaubte es, Gasströme vollständig abzusperren – eine Funktion, die durch Federdruck und Öldruck gesteuert wurde. Unter Betriebstemperaturen von bis zu 400° Celsius arbeitete dieser Schieber effizient nach strengen Richtlinien. Der Standort des Schiebers befand sich an der Weingartenstraße in Dortmund-Hörde am Ende einer Leitungsstrecke vom Werk Phoenix-West zum Werk Westfalenhütte. Die Beschilderung enthält technische Details zur Funktionsweise sowie Informationen zur Restaurierung des Objekts durch verschiedene Unterstützer:innen. Dieses Industriedenkmal ist nicht nur ein physisches Relikt, sondern auch Teil eines Lehrpfads im Hoesch-Museum, welcher die Geschichte vom Erz zum Stahl veranschaulicht und durch weitere Exponate wie Spundwände oder Coils ergänzt wird. Beschilderung mit Bild: „Gichtgas-Brillenschieber / Der Gichtgas-Brillenschieber befand sich auf dem Gelände des ehemaligen Hoesch-Stahlwerks „Phoenix-Ost“ in Dortmund-Hörde. Der Schieber verschloss bei Bedarf, zum Beispiel bei Reparaturarbeiten, die Gichtgas-Leitungsstrecke von der „Westfalenhütte“ bis zum Gelände „Phoenix-Ost“. Die Leitung wurde 1968 gebaut, um einen Gasaustausch zwischen den beiden Hüttenwerken zu ermöglichen. Das gesamte Leitungssystem hatte eine Länge von über 20 Kilometern, umschloss mit seinen bis zu 2,50 Meter dicken Rohrleitungen den Dortmunder Stadtkern und prägte über 100 Jahre dessen Erscheinungsbild. Dieses Teilstück wurde am 12.08.1968 begast und hatte eine Länge von 6,8 km mit einem Rohrdurchmesser von 2000 Milimetern. Die Schieberkonstruktion ermöglichte eine vollständige Absperrung der Gasströme nach den entsprechenden Richtlinien (Steckscheibe). In geschlossener oder offener Stellung wurden die Plattenringe durch Federdruck angepresst und für den Betätigungsvorgang mittels Öldruck axial angehoben. Dann erst konnte die Steckscheibe über einen elektrischen Antrieb ein- oder ausgefahren werden. Dieser Schieber arbeitete unter Betriebstemperaturen von bis zu 400°/ Celsius.“; Bildunterschrift: „Der Schieber befand sich am Leitungsende der Strecke von der Westfalenhütte zum Werk Phoenix in Dortmund-Hörde an der Weingartenstraße.“; Beschriftung: „G+H. Gerwin/ Büsing+Fasch/ St 2/ PVC-Kombi Zinkphosphat 1. GB 60m/ PVC-Kombi Eisengl. TL 672·111·DB 60m/ PVC-Kombi Eisengl. TL 672·332·DB 60m/ 08.11.- 29.11. 84/ .11.87“.