Grabstätte Familie Albert Hoesch

ReliefGrabmal

Künstler: Künstler:in unbekannt

Jahr: 1898

Die Grabstätte der Familie Hoesch besteht aus dem dunklen Ganggestein Schwarz-Schwedisch Granit und Bronze und befindet sich auf dem Ostfriedhof in Dortmunds Innenstadt-Ost. Die Anlage zeichnet sich durch eine halbhohe Umfriedung, eine breite Rückwand sowie eine konisch zulaufende Stele von etwa 6,00 m Höhe und 2,00 m Breite aus. Eine ewige Flamme symbolisiert die fortwährende Erinnerung an Albert Hoesch (1847–1898), den Direktor der Hoesch AG. Ein bronzenes Medaillon porträtiert Albert Hoesch im Halbprofil nach rechts blickend, umgeben von Lorbeerzweigen und einer Schleife. Unterhalb des Porträts sind seine Lebensdaten eingraviert, eingerahmt von einer Ädikula: "Hier ruht Albert Hoesch geb. 24.Jan. 1847 gest. 1.März 1898"; und weitere Familienmitglieder: "Robert Hoesch geb. 8.Juni 1876 gest. 5.Mai 1933"; "Marie Hoesch geb. Günther 11.Apr. 1852 †31.Jan. 1916"; "Elisabeth Hoesch geb. Osthoff 21.Sept. 1922 † 6.Febr. 1986"; "Hans Hoesch 10.Sept. 1877 †12.Sept. 1877"; "Lilly Hoesch 20.Sept. 1884 †26.Jun. 1866"; "Wilhelm Theodor Hoesch geb. 3. Mai 1909 gest. 28.Okt. 1976". Das Unternehmen Hoesch AG war ein bedeutender Stahl- und Montankonzern im Ruhrgebiet und Siegerland und gehörte zu den größten Arbeitgebern in Dortmund. Gegründet wurde es 1871 von Leopold Hoesch mit seinen Söhnen Wilhelm und Albert sowie den Vettern Viktor und Eberhard als Westfalenhütte. Nach stetigem Ausbau bis zum Ende des 19. Jahrhunderts erlangte das Werk Unabhängigkeit durch eigene Zechen Kaiserstuhl I und II nach dem Kauf der Gewerkschaft Westfalia im Jahr 1899. Die Geschichte der Firma endete schließlich mit ihrer Übernahme durch die Friedrich Krupp AG im Jahr 1991. Der Künstler oder die Künstlerin dieses historischen Kunstwerks bleibt unbekannt; jedoch spiegelt das Grabmal nicht nur persönliche Trauer wider, sondern steht auch für einen wichtigen Abschnitt deutscher Industriegeschichte.