Grabstätte Familie August Klönne

SkulpturGrabmal

Künstler: Künstler:in unbekannt

Jahr: 1876

Das Grabmal der Familie Klönne, geschaffen im Jahr 1876, ist ein eindrucksvolles Zeugnis des künstlerischen Schaffens und der Verbundenheit zur Natur. Inspiriert von Goethes "Gesang der Geister über den Wassern" trägt es die Inschrift: "Des Menschen Seele gleicht dem Wasser: Vom Himmel kommt es, zum Himmel steigt es, und wieder nieder zur Erde muss es, ewig wechselnd." Der Sarkophag aus Muschelkalk misst 1,60 m in der Höhe und 3,10 m in der Breite und wird von einem Bündel Ähren geziert. Auf ihm ruht eine Skulptur eines weiblichen Aktes mit einer Länge von 2,20 m und einer Höhe von 1,20 m. Die liegende Figur stützt sich auf ihren rechten Arm und blickt staunend gen Himmel – eine Geste zwischen Erhebung und Ruhen. Umgeben ist das Grabmal von einer niedrigen Einfriedung mit Girlanden am Eingang sowie Reliefs eines Hirschs, Schmetterlings, zweier Pferde und eines Vogels an der Mauer. Die hohe Qualität des Werks deutet auf einen versierten Bildhauer hin; möglicherweise steht dieser in Verbindung zu Dortmund oder Darmstadt. Letzteres könnte durch die familiären Bande Moritz Klönnes zur Künstlerkolonie Mathildenhöhe nahegelegt werden. In dieser Familiengruft finden August Klönne sowie sein Sohn Moritz ihre letzte Ruhestätte. August Klönne war als Gründer eines bedeutenden Unternehmens im Stahl- und Brückenbau tätig. Seine Karriere begann er nach einer Lehre als Maschinenbauer bei verschiedenen Firmen bis hin zum Vorstand der Gas- und Wasserwerke Union AG für Bergbau in Dortmund. Mit seinem Ingenieurbüro ab 1879 folgte bald ein eigener Betrieb für Gas- und Wasserbehälter sowie Eisenbahnbrücken. Moritz Klönne trat später in die Fußstapfen seines Vaters im Unternehmen ein. Neben seiner beruflichen Tätigkeit engagierte er sich politisch als Abgeordneter der DNVP im Reichstag sowie in zahlreichen Verbänden wie etwa als Vizepräsident der Internationalen Vereinigung für Brücken- und Hochbau. Das kunstvolle Grabmal ehrt das Lebenswerk August Klönnes – einem Mann voller Innovationsfreude und kaufmännischem Geschick – dessen Einfluss weit über Dortmund hinausging. Inschriften auf den Grabsteinen: „AUGUST ALBERT ALEXANDER KLÖNNE GEB. 24.8.1849 GEST. 30.12.1908“; „GERTRUD KLÖNNE GEB. HAVERKAMP GEB. 6.8.1846 GEST. 2.1.1922“; „INGEBORG KLÖNNE GEB. SCHMITZ GEB. 27.10.1909 GEST. 9.6.1998“; „AUGUST KLÖNNE GEB. 24.4.1907 GEST. 25.1.1967“; „DR. ING. EH. MORITZ KLÖNNE GEB. 17.12.1878 GEST. 16.1.1963“; „DR. EH. CARL LUDWIG MÜLLER-KLÖNNE BERGASSESSOR GEB. 28.4.1866 GEST. 17.6.1936“; „DR. ING. EH. MAX KLÖNNE GEB. 14.12.1878 GEST. 14.4.1945“.