Grabstätte Familie Ewald Meininghaus

ReliefGrabmal

Künstler: Künstler:in unbekannt

Jahr: 1899

Das Relief der Grabstätte Meininghaus auf dem Ostfriedhof in Dortmunds Innenstadt-Ost, geschaffen im Jahr 1899, ist ein eindrucksvolles Zeugnis bürgerlicher Trauerkultur des späten 19. Jahrhunderts. Aus Muschelkalk gefertigt, zeigt es eine kniende weibliche Figur von 1,00 m Höhe und 1,00 m Breite, die Schmerz und Trauer verkörpert. Die junge Frau trägt ein bodenlanges antikes Gewand, das ihre Schultern unbedeckt lässt. Abgewandt vom Betrachter wirkt sie in Gedanken versunken und hält einen Kranz in ihrer linken Hand. Ihr gebeugter Oberkörper und der gesenkte Kopf unterstreichen die trauernde Haltung; ihr Gesicht wird durch ein Tuch verdeckt. Die Inschriften auf dem Grabmal nennen Mitglieder der Familie Meininghaus: „EWALD MEININGHAUS KOMMERZIENRAT geb. 19.OKTOBER 1836 gest. 31. AUGUST 1899“; „OTTILIE MEININGHAUS GEB. WUPPERMANN geb. 22. JANUAR 1844 gest. 30. SEPT. 1922“; „EWALD MEININGHAUS geb. 25. März [?] gest. 10. JUNI 1918“; „EMMA MEININGHAUS GEB. METZMACHER geb. 16. MÄRZ [?] gest. 14. [?] 1936“; „WALTER MEININGHAUS geb. [?] 1872 gest. [?] 1956“; „ADELE MEININGHAUS GEB. WISKOTT geb. 1. DEZEMBER 1874 gest. 5. OKTOBER 1962“; linke Seite unleserlich; „FRIEDR. SIGMUND FREIHERR HALLER v. HALLERSTEIN Geb. 5.5.1887 Gef. 6.10.1944“; „HERTA FREIFRAU HALLER v. HALLERSTEIN Geb. MEININGHAUS Geb. 15.5.1900 Gest.20.5.1977“. Sowie weitere Familienangehörige mit ihren Lebensdaten – darunter auch Dr. August Meininghaus (1867-1945), bekannt für seine Beiträge zur Dortmunder Stadtgeschichte. Der Schöpfer dieses Kunstwerks bleibt unbekannt, doch sein Werk spricht Bände über den sozialen Status und das Selbstverständnis der Familie Meininghaus als Teil des Bürgertums jener Zeit. Das Relief steht nicht nur als letzte Ruhestätte für bedeutende Persönlichkeiten des Braugewerbes und der lokalen Historik, sondern auch als künstlerisches Denkmal einer vergangenen Ära.