Grabstätte Familie Ludwig Mönnig

SkulpturGrabmal

Künstler: Künstler:in unbekannt

Jahr: 1908

Das Grabmal aus hellem Granit der Familie Ludwig Mönnig, eines Bauunternehmers aus dem frühen 20. Jahrhundert, auf dem Ostfriedhof in Dortmunds Innenstadt-Mitte, ist ein eindrucksvolles Zeugnis der bürgerlichen Trauerkultur dieser Epoche. Die Bronzeskulptur, gefertigt im Jahre 1908, misst 1,35 m in der Höhe sowie 0,80 m in der Breite. Die weibliche Figur verkörpert die Trauer; sie sitzt auf einem Vorsprung des Grabmals, gekleidet in antiker Robe. Ihr Körper ist vom Betrachter abgewandt und ihre linke Hand umfasst einen Rosenkranz. Der gebeugte Oberkörper und gesenkte Kopf ruhen auf dem rechten Arm – eine Pose voller Schmerz und Nachdenklichkeit. Die Inschriften auf dem Grabmal nennen Mitglieder der Familie Mönnig: „FAMILIE L. MÖNNIG“; „Luise Mönnig *22. Oktbr. 1894 †8. März 1905“; „Für Deutschland starben und ruhen unbekannt in fremder Erde: Ltn. d. R. Ludwig Mönnig *12. Dezbr. 1886 †2. Oktbr. 1916 / Füs. Wilhelm Mönnig *28. Juni 1892 †10. Juni 1916“; „Ludwig Mönnig *31. Oktbr. 1860 †30. Dezbr. 1930“; „Lisette Mönnig geb. Bitter *18. August 1867 †8. April 1927“; „Clara Mönnig Geb. Schönfeld *12.2. 1895 †17.6. 1950“; „Charlotte Mönnig Geb. Junge *25.1. 1900 †27.1. 1955“; „August Mönnig *1.12. 1890 †9.5. 1956“. Interessant ist die Tatsache, dass diese trauernde Figur kein Unikat darstellt; sie entstammt einer seriellen Produktion jener Zeit. Trotzdem bleibt das Werk individuell durch die persönlichen Inschriften der Familie L. Mönnig. Der oder die schaffende Künstler*in dieses emotionalen Werkes bleibt unbekannt, doch es steht als stilles Monument für den Verlust und das Gedenken einer Familie über Generationen hinweg.