Grabstätte Familie Maiweg

SkulpturGrabmal

Künstler: Künstler:in unbekannt

Jahr: 1899

Die Grabstätte der Familie Maiweg, gelegen auf dem Ostfriedhof in Dortmunds Innenstadt-Ost, ist ein eindrucksvolles Beispiel bürgerlicher Sepulkralkultur um die Wende zum 20. Jahrhundert. Geschaffen im Jahre 1899, zeichnet sich das Grabmal durch ein monumentales Halbrund auf Säulen aus. Im Zentrum dieses Ensembles befindet sich eine trauernde Figur aus Muschelkalk, welche mit Plinthe 0,80 m hoch und 0,90 m breit ist. Die Inschriften auf dem Grabstein nennen Namen und Lebensdaten der Familienmitglieder: "MAIWEG"; „Luch Maiweg geb. 23.August 1895 gest. 17.Juli 1967“; weitere Inschriften größtenteils unleserlich „Clara Maiweg“; „Gustav Maiweg“; „Zum Gedächtnis … Oberleutnant … Friedr. Wilh. Maiweg … Regiment 55“. Gustav Maiweg selbst war als Ziegeleibesitzer, Architekt und Stadtrat tätig – seine multifunktionale Rolle spiegelt die typischen Verflechtungen zwischen Politik und Industrie seiner Zeit wider, was auch in anderen Gräbern der damaligen Dortmunder Elite zu erkennen ist. Der Ostfriedhof selbst erstreckt sich über etwa 16 Hektar und gilt neben seiner Funktion als letzte Ruhestätte auch als Ort der Erholung sowie als Zeuge für Kunst- und Stadtgeschichte; er zählt zu den schönsten Friedhöfen Deutschlands. Die Künstlerpersönlichkeit hinter diesem Werk bleibt unbekannt, doch ihr Vermächtnis spricht durch die stille Eleganz des steinernen Trauerbildes zu uns – ein stummes Zeugnis vergangener Epochen im Herzen Dortmunds.