Grabstätte Familie Reiner Daelen
Künstler: Künstler:in unbekannt
Jahr: 1887
Die Grabstätte des Ingenieurs Reiner Daelen und seiner Familie zählt zu den historisch bedeutsamen Ruhestätten auf dem Friedhof in Hörde, Dortmund. Geschaffen im Jahr 1887, präsentiert sich das Grabmal in schlichter Eleganz mit einer rechteckigen Sandsteinplatte von etwa 0,08 m Höhe, 0,90 m Breite und 1,50 m Länge. Die Platte ruht leicht geneigt auf einem Sockel, der vom Efeu umrankt ist. Auf dem Stein sind die Namen der Verstorbenen eingraviert und ein Lorbeerkranz als Symbol für Ruhm und Ehre ziert das Relief. Auf einer liegenden Platte steht: "Reiner Daelen wirkte in Hörde von 1847 bis 1869. Er trat als Leiter des Maschinellen Betriebes und der Herstellung von Eisenbahnachsen und –rädern in die Hermann Dietrich Piepenstock & Co Kom. Ges. in Hörde ein. Nach der Umwandlung in den Hoerder Bergwerks- und Hüttenverein im Jahr 1852 leitete er ab 1854 als Oberingenieur die zu dieser Gesellschaft gehörende „Hermannshütte“. Er schuf zahlreiche technische Neuerungen und vergrößerte das Werk durch bedeutende Neubauten. In seine Zeit fällt die Errichtung eines Bessemer-Stahlwerkes, mit dem die Massenstahlerzeugung beginnt. Auf seine Anregung hin wurde 1860 u. a. gemeinsam mit Leopold Hoesch der Verein Deutscher Eisenhüttenleute gegründet. Von 1859 bis 1869 gehörte er dem Rat der Stadt Hörde an.“. Reiner Daelen war ein Pionier der Industrie: Er führte nach belgischem Vorbild den ersten Puddelofen in der Region ein und leitete erfolgreich das Puddel- und Walzwerk Piepenstock & Co., später als Oberingenieur die Hermannshütte unter dem Hörder Bergwerks- und Hüttenverein. Seine Errungenschaften umfassen technische Innovationen sowie die Gründung des Neußer Eisenwerks.
