Grenzstein Dortmund/Mark

GrenzsteinDenkmal

Künstler: Künstler:in unbekannt

Jahr: 1567 (?)

In der Dortmunder Gartenstadt befindet sich ein historischer Grenzstein aus Sandstein, der im Jahr 1567 als Friedenssymbol und Markierung der Grenze zwischen Dortmund und der Grafschaft Mark diente. Dieser etwa 1,00 m hohe quaderförmige Stein wurde an Stellen ohne natürliche Landmarken tief in den Boden eingelassen. Die Inschriften "DORTMUND" auf einer Seite und "MARCK", eine Anlehnung an die lateinische Bezeichnung "Marchia", auf der anderen, zeugen von seiner Funktion als Grenzpunkt. Die Entstehung des Steins geht zurück auf das Jahr 1565, als Vertreter beider Regionen sich zu einer friedlichen Einigung ihrer Grenzstreitigkeiten durchsetzten. Diese Vereinbarung führte zur Erweiterung der Grafschaft Mark um bestimmte Gebiete und gestattete den Dortmundern im Gegenzug, kostenfrei Steine in den Schürener Steinkuhlen zu brechen. Traditionelle gemeinsame Grenzbegehungen festigten über Jahre hinweg diese Übereinkunft. Bis 1975 stand dieser Zeuge vergangener Zeiten entlang des Nußbaumweges, bevor er zunächst an die Stadtrat-Cremer-Allee versetzt wurde. In den 1990er Jahren erfolgte eine weitere Verlegung durch das Tiefbauamt um 300 Meter in die Meininghausstraße, wo er bis heute steht – allerdings seitenverkehrt zur ursprünglichen Ausrichtung. Der Großteil ähnlicher Grenzsteine ist mittlerweile verschwunden; dieser jedoch bleibt ein sichtbares Relikt historischer Abgrenzung und Kooperation zwischen zwei Territorien im heutigen Dortmund.