Titel Unbekannt

Industriekunst

Künstler: Künstler:in unbekannt

Jahr: Nicht bekannt

An der Donnerstraße in Dortmund-Asseln zeugt eine historische Kohlelore mit der Aufschrift "Zeche Holstein" von der industriellen Vergangenheit des Stadtteils. Dieses Stück Industriekunst aus Eisen dient als Erinnerungsstück an das Vereinigte Hörder Kohlenwerk und dessen Schachtanlage Holstein. Ein Informationschild neben der Lore erzählt die Geschichte: "Vereinigtes Hörder Kohlenwerk Schachtanlage Holstein. Anfang 1859 wurden die Grubenfelder des Hörder Bergwerks- und Hüttenvereins bei Brackel und Asseln zum Hörder Kohlenwerk vereinigt, das gleichzeitig in Neuasseln bei Brackel die Zeche Schleswig in Betrieb nahm. Zur Versorgung der Hermannshütte legte der Hörder Verein bei Asseln nahe der geplanten und 1876 in Betrieb genommenen Westfälischen Eisenbahn (heute S-Bahn) die Schachtanlage Holstein an. 1977 ging Schacht 1 in Förderung. Erst 1885 erhielt Holstein eine Werksbahnverbindung zur Schwesteranlage Schleswig. Die Trasse, parallel zur Buddinkstraße, ist noch im Gelände zu verfolgen. 1908 wurde Schacht 2 in Betrieb genommen, der 1910 eine Endteufe von 510 m erreichte. 1913 erzielte das Vereinigte Hörder Kohlenwerk seine höchste Leistung: Schleswig und Holstein förderten mit 2.050 Personen 627.600 Tonnen. Wegen Unwirtschaftlichkeit wurde Holstein am 1.8.1928 stillgelegt, drei Jahre nach Schleswig. Lediglich die Markenkontrolle, ein Betriebsgebäude und die Kolonie Holstein blieben erhalten. (Förderverein Bergbauhistorischer Stätten Ruhrreviere e.V. - Arbeitskreis Dortmund - mit Unterstützung durch die Stadtsparkasse Dortmund und die Deilmann Haniel AG)".