Ohne Titel

Plastik

Künstler: Künstler:in unbekannt

Jahr: Nicht bekannt

Die Aussichtsplattform ohne Titel an der Grenze von Dortmund-Hörde und Dortmund-Schüren ist ein eindrucksvolles Beispiel für die Verwendung von Stahl im öffentlichen Raum. Die Materialwahl referenziert die Industriegeschichte des heutigen Phoenix-Sees. Das Kunstwerk befindet sich auf dem sogenannten Neuen Kaiserberg – einer Bodendeponie, die beim Aushub des Sees entstand und nun als Aussichtspunkt dient. Über zwei Treppen aus rostigem Stahlblech sowie Serpentinenrampen gelangt man zum Gipfelplateau, das 138 Meter über dem Meeresspiegel und 40 m über dem Phoenixsee liegt und einen umfassenden Blick über den Phoenix-See bietet. Auf Stahlplatten an den Treppen sind Höhenangaben eingelassen, welche über die aktuelle Höhe über NN informieren. Am höchsten Punkt der Plattform ermöglicht ein Stahlkreis, ähnlich einer Kompassrose, am Rand des Plateaus Orientierung zu Landmarken, welche mit erhabenen Buchstaben ausgeführt wurden: „FLORIANTURM BVB 09 STADION HÖRDE ZENTRUM PHOENIX WEST CLARENBERG BENNINGHOFEN ARDEYGEBIRGE SENDEMAST SCHWERTE BERGHOFEN“. Zwei breite Sitzbänke aus Stahlblech ohne Lehne formen fast einen Halbkreis und laden zum Verweilen ein. Die kreisförmige Konstruktion wird durch einen waagerechten äußeren Ring aus rostigen Stahlplatten abgeschlossen und stammt etwa aus dem Jahr 2010. Eine Inschrift weist darauf hin, dass dieses Projekt durch Mittel der Europäischen Union und des Landes NRW kofinanziert wurde: „PHOENIX See Dortmund EUROPÄISCHE UNION Investition in unsere Zukunft Europäische Fonds für regionale Entwicklung Dieses Projekt wurde von der EUROPÄISCHEN UNION und dem Land NRW kofinanziert.“. Der Neue Kaiserberg bietet somit nicht nur eine beeindruckende Aussicht sondern auch eine interessante Verschmelzung von Kunstwerk und Landschaftsarchitektur.