Postmeilenstein
Künstler: Künstler:in unbekannt
Jahr: 1800 (?)
Dieses Relief auf einem Postmeilenstein aus Sandstein stellt einen gekrönten Adler mit Zepter und Reichsapfel dar, der um das Jahr 1800 geschaffen wurde und sich in Dortmund-Hörde befindet. Mit einer Höhe von etwa 1,85 m und einer Breite zwischen 0,39 m und 0,62 m zeugt dieser Obelisk von der historischen Bedeutung Hördes als Knotenpunkt auf der Kutscherstrecke von Berlin nach Köln. Die Inschrift „Cöln 12 Meilen“ weist darauf hin, dass Köln ungefähr 90 Kilometer entfernt liegt – basierend auf der preußischen Meile, die ca. 7,5 Kilometer entsprach. Der Stein ist mit dem Wappen des Königreichs Preußen verziert: Das Symbol des gekrönten Adlers diente nicht nur zur Zierde; es markierte auch die prägende Präsenz Preußens entlang dieser wichtigen Verkehrsroute. Der Meilenstein erfüllte eine praktische Funktion als Wegweiser und half den Kutschern bei der Berechnung von Transportzeiten sowie Gebühren. Die Chaussee-Route über Brünninghausen, Barop, Eichlinghofen, Stockum bis nach Witten war um das Jahr 1800 angelegt worden und ermöglichte einen effizienten Transport von Briefen, Paketen und Reisenden. Heute steht dieses Denkmal an der Phoenixseeallee in Dortmund-Hörde als stummer Zeitzeuge für ein längst vergangenes Kapitel der Verkehrsgeschichte.
