Ohne Titel
Künstler: Künstler:in unbekannt
Jahr: 1910
Das etwa 0,30 m hohe und 0,60 m breite Bronzerelief am Landesoberbergamt in Dortmunds Innenstadt-Ost ist ein historisches Kunstwerk aus dem Jahr 1910, das die Geschichte des Bergbaus in Westfalen und Rheinland veranschaulicht. Es zeigt eine Darstellung des königlichen Oberbergamtes Wetter, welches im Zuge der Industrialisierung des Ruhrgebiets als Aufsichts- und Verwaltungsbehörde für Bergwerke fungierte. Die Inschrift "Koenigliches Oberbergamt zu Wetter 1792 1803" weist auf die Gründungsjahre hin, während die Signatur Agraffe unleserlich ist. Das Landesoberbergamt Dortmund war zunächst am Alten Markt angesiedelt und zog später aufgrund wachsender Anforderungen um – erst zum Ostwall und schließlich in ein repräsentatives Gebäudeensemble in der Innenstadt-Ost. Entworfen wurde dieses neue Verwaltungsgebäude vom Regierungsbaumeister Behrendt gemeinsam mit dem Dortmunder Baurat Claren. Trotz schwerer Beschädigungen im Zweiten Weltkrieg konnte es nahezu originalgetreu wiederhergestellt werden. Im Jahre 1970 fusionierten das Oberbergamt Bonn und das Oberbergamt Dortmund zum Landesoberbergamt Nordrhein-Westfalen mit Sitz in Dortmund. Dieses wurde jedoch zum Jahresbeginn 2001 aufgelöst; seine Funktionen übernahm die Abteilung Bergbau und Energie in NRW der Bezirksregierung Arnsberg. Heute ist das Gebäude des ehemaligen Landesoberbergamts als Baudenkmal geschützt und steht auf der Denkmalliste der Stadt Dortmund.
