Seilscheibe
Künstler: Künstler:in unbekannt
Jahr: 2012
Das Industriedenkmal "Seilscheibe" in Dortmund-Hörde ist ein Zeugnis der industriellen Vergangenheit des Ruhrgebiets. Geschaffen im Jahr 2012, besteht es aus zwei Hälften einer Seilscheibe, welche mit ihrer grauen Farbe und den speichenartigen Strukturen wie zwei nebeneinanderstehende Räder wirkt. Mit einer Höhe von etwa 3,00 m und einem Durchmesser von ca. 6,00 m ist das Denkmal nicht nur durch seine Größe beeindruckend, sondern auch durch die Geschichte, die es verkörpert. Eine nebenstehende Infotafel bietet eine detaillierte Zeitleiste zur "Zeche Crone", welche ab 1749 für rund ein Jahrhundert bergbauliche Aktivitäten aufwies und durch Zusammenschlüsse sowie Neuteufen geprägt war: „Daten Zeche Crone / 1749 bekannter Stollenbergbau im Bereich des Geländes und ca. 100 Jahre lang mehr oder weniger intensive bergbauliche Aktivitäten. Die Zeche Crone ist 1841 aus dem Zusammenschluss der Zechen Christine & Schöndelle, Kirschbaum, Christine & Jungfer (unter der Stollensohle), Goyenfeld 1-3, St. Moritz No.1, Ver. Christine & St. Moritz, Waldhorn sowie Hühnerhecke zur Anlegung eines Tiefbaus entstanden. / 1847 wurde mit dem Abteufen des Schachtes Elisabeth begonnen. In diesem Jahr gab es noch 226 Zechen im Revier mit einer Gesamtbeschäftigtenzahl von ca. 11.900 Personen. / 1855 Jahresförderung Zeche Crone von etwa 63.000 Tonnen Kohle / 1857 Maximale Zahl von 296 Zechen im Revier erreicht / 1875 Jahresförderung Zeche Crone von etwa 119.000 Tonnen Kohle / 1880 Teufbeginn des Schachtes Christine / 1895 Jahresförderung Zeche Crone von etwa 160.000 Tonnen Kohle / 1900 Inbetriebnahme der Kokerei / 1905 Maximale Förderung Zeche Crone von 208.000 Tonnen Kohle / 1908 Konkurs der Zeche Crone, Versteigerung, Erwerb durch Zeche Glückaufsegen / 1916 Verfüllung des Schachtes Elisabeth und Neuteufen bis 1917 / 1918 Wiederinbetriebnahme des Schachtes Elisabeth / 1922 Maximale Beschäftigungszahl mit 576.644 im Bergbau beschäftigten Personen im Revier erreicht / 1925 Förderung 307.000 Tonnen Kohle der Zeche Glückaufsegen / 1926 Stilllegung der Zeche / 1927 bis 1929 Abbruch bzw. Verkauf der Tagesanlagen und Abdeckung des Schachtes Elisabeth und Verfüllung des Schachtes Christine / Quelle: Joachim Huske: Die Steinkohlenzechen im Ruhrrevier, 2.Auflage Deutsches Bergbau-Museum“. Dieses Kunstwerk steht somit nicht nur als physisches Objekt in der Landschaft, sondern fungiert auch als Bildungselement, das Interessierten Einblicke in die intensive Bergbauvergangenheit des Reviers ermöglicht.
