Seilscheibe (Industriedenkmal)

Industriekunst

Künstler: Künstler:in unbekannt

Jahr: Nicht bekannt

Die imposante Stahlkonstruktion einer Seilscheibe mit einem Durchmesser von 6,50 m ist seit dem 23. November 1995 ein markantes Industriedenkmal auf dem Außengelände des Dortmunder Museums für Naturkunde. Ursprünglich war sie Teil der Zeche Monopol in Kamen und diente dort im Schacht Grimberg 3. Dieses Relikt aus Stahl symbolisiert die industrielle Vergangenheit des Ruhrgebiets und steht als Erinnerung an den tiefsten Steinkohlenschacht Europas, welcher eine Teufe von 1639 Metern erreichte. Eine neben der Scheibe positionierte Lore, deren Seil in die Erde zu verschwinden scheint, komplettiert das Denkmalensemble. Die Verbindung zwischen dem Museum und diesem Exponat wird durch die gemeinsame Geschichte des Kohleabbaus am Standort des Museums unterstrichen; insbesondere da sich nur wenige hundert Meter nördlich bis 1987 die letzte aktive Dortmunder Zeche 'Minister Stein' befand. Eine Bronzetafel am Sockel erinnert an diese historische Epoche: „Seilscheibe zur Erinnerung an den Steinkohlen-Bergbau. Der Ruhrbergbau wurde erstmals 1296 in Dortmund -Schüren erwähnt. Er endete in Dortmund am 31.3.1987 mit der Stillegung der Zeche Minister Stein. Die Seilscheibe – mit 6,5 m Durchmesser eine der größten im Ruhrrevier – wurde von der Ruhrkohle AG gestiftet und am 23.11.1995 mit der Unterstützung des Fördervereins Bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier vorm Naturkundemuseum aufgestellt“. Die offizielle Übergabe fand im Mai 1996 mit Oberbürgermeister Günter Samtlebe statt. Das Denkmal steht unverrückbar für eine Ära intensiver Bergbautätigkeit und prägt nun als Teil der musealen Sammlung das kulturelle Gedächtnis Dortmunds.