Seilscheibe (Industriedenkmal)
Künstler: Künstler:in unbekannt
Jahr: 1903
Die Seilscheibe der Zeche Waltrop, ein Industriedenkmal aus Stahl, steht seit 1984 als Symbol für die Bergbaugeschichte in Dortmund-Hacheney. Mit einem Durchmesser von 6,00 m und aufgerichtet in einem von Wilhelm Georg Cormann entworfenen doppelstrebigen Stahlgerüst, ist sie vor dem Nordrhein-Westfälischen Berufsförderungswerk platziert. Ein über das Rad gespanntes Stahlseil führt zu einem runden Betondeckel am Boden und suggeriert den Eingang zu einem unterirdischen Schacht. Zwei Loren auf Schienen begleiten das Ensemble und verstärken die Erinnerung an den ehemaligen Kohleabbau. Von 1903 bis zur endgültigen Stilllegung im Jahr 1979 war die Zeche Waltrop ein aktiver Standort der Kohleförderung. Trotz eines schwerwiegenden Wassereinbruchs im Jahr 1909 und einer darauffolgenden Entlassungswelle konnte die Förderung nach Jahren wieder aufgenommen werden. Die Weltkriege beeinflussten ebenfalls den Betrieb; während des Zweiten Weltkriegs stieg die Produktion durch den erhöhten Energiebedarf der Rüstungsindustrie stark an. Im Jahr 1970 ging die Anlage in den Besitz der Ruhrkohle über, und erreichte bereits vier Jahre später mit einer Tagesfördermenge von 4.500 Tonnen ihren Höhepunkt. Wirtschaftliche Unrentabilität führte schließlich zum Beschluss der Stilllegung und am 29. Juni 1979 schloss die Zeche Waltrop ihre Pforten. Dieses Denkmal erinnert nicht nur an vergangene industrielle Epochen Dortmunds, sondern auch an die sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen einer Stadt im Wandel.
