Seilscheibe (Industriedenkmal)
Künstler: Künstler:in unbekannt
Jahr: 1917
Die imposante, halbierte Seilscheibe aus Stahl mit einem Durchmesser von 6,20 m steht als Industriedenkmal in Dortmund-Scharnhorst. Am 12. Januar 1984 wurde sie auf einer Grünfläche an der Kreuzung Gleiwitzstraße und Flughafenstraße errichtet und dient als Erinnerungsstück an die Zeche Scharnhorst. Die Installation des Denkmals war eine Herausforderung: Die schwere Scheibe passte zunächst nicht in den vorgesehenen Betonsockel, was Anpassungen vor Ort erforderlich machte – heute zeigt sich der Sockel links auf Bodenniveau und steigt zur rechten Seite hin an. Das Förderrad stammt aus dem Jahr 1917 und wiegt 63,5 Tonnen. Es wurde in der Lehrwerkstatt der Zeche Gneisenau für seine Funktion als Mahnmal präpariert. Mit seinen charakteristischen Doppelspeichen symbolisiert es das industrielle Erbe des Bergbaus im Ruhrgebiet. Eine Bronzeplatte am Rand des Betonsockels trägt die Inschrift: „Seilscheibe der Zeche Scharnhorst die unserem Stadtteil den Namen gab / 1872 Abteufung des ersten Schachtes Teufe des Steinkohlenbergwerkes 655 Meter / 1930 Verbund mit der Zeche Gneisenau Bis zu 1700 Bergleute hatten hier Arbeit / 1974 erfolgte die Stillegung“. Als technisches Denkmal verbindet dieses Kunstwerk Industriegeschichte mit urbanem Raum und hält so die Erinnerung an einen bedeutenden Abschnitt Dortmunder Stadtgeschichte lebendig. Ein stählernes Monument vergangener Tage.
