Stahllanze mit Kupferkopf
Künstler: Künstler:in unbekannt
Jahr: Nicht bekannt
Das Industriedenkmal im südlichen Eingang der U-Bahn-Station Willem-van-Vloten-Straße in Dortmund-Hörde ist eine Hommage an die Stahlproduktion und besteht aus einem dunkelgrauen von der Decke hängenden Stahlrohr mit verschiedenen Schichten zwischen denen Kühlflüssigkeit floss. Der Betrachter kann den Querschnitt des Rohres erkennen, welcher innen mit einer gelben Umrandung versehen ist und ein rotes Inneres sowie blaue Stützen aufweist. Die Gesamthöhe des Kunstwerks beträgt 2,90 m mit einem Sockel von 0,20 m Höhe, die Breite misst 1,20 m und der Durchmesser beträgt 0,40 m. Eine Aufklärungstafel neben dem Denkmal trägt den Titel "Eine Lanze für den Stahl" und erklärt die Funktionsweise der Sauerstofflanze: "Eine Lanze für den Stahl Kennen Sie den Unterschied zwischen Eisen und Stahl? Roheisen enthält viele unerwünschte Begleiter: z.B. Kohlenstoff, Silizium, Phosphor und Schwefel. Damit Stahl entstehen kann, werden diese Elemente im Stahlwerk herausgefrischt, d.h. sie werden im Schmelztiegel aus dem flüssigen Roheisen durch Aufblasen von Sauerstoff verbrannt. Dazu wird eine wassergekühlte Stahllanze mit Kupferkopf senkrecht in den Tiegel gefahren. Diese Lanze bläst über mehrere Düsen reinen Sauerstoff auf das Schmelzbad. Resultat: Das Eisen wird von seinen unerwünschten Begleitelementen befreit. Stahl kann entstehen. Übrigens: Dieses Sauerstoffaufblas-Verfahren wurde erstmals 1948 praktiziert. Die Techniker brachen damit eine Lanze für die moderne Stahlproduktion.“. Die U-Bahn-Haltestelle wurde am 24.08.1986 eröffnet - in diesem Zeitraum dürfte auch die Erstellung des Kunstwerks liegen. Es dient nicht nur als ästhetisches Objekt sondern auch als Bildungsressource zur Geschichte der lokalen Industrie.
