Uhrenkandelaber "Schlanke Mathilde"

Plastik

Künstler: Künstler:in unbekannt

Jahr: 1908

Die "Schlanke Mathilde" ist eine rekonstruierte Plastik im Jugendstil, die als Wahrzeichen des Dortmunder Stadtteils Hörde gilt. Ursprünglich 1908 errichtet und nach der Gattin des damaligen Bürgermeisters benannt, musste sie 1930 für den Bau einer Straßenbahntrasse weichen. Mit einer Höhe von 13,33 m kombiniert das Kunstwerk Stahlkonstruktion mit funktionalen Elementen wie Bogenlampen und einer Uhr. Im Jahr 1983 wurde die "Schlanke Mathilde" auf Initiative eines lokalen Stammtisches hin getreu den Originalplänen neu geschaffen. Die Fertigung erfolgte durch Lehrlinge sowie Fachkräfte der ehemaligen Hoesch-Lehrwerkstatt in Dortmund-Hörde. Finanzielle Unterstützung erhielt das Projekt von der Bevölkerung Hördes. Eine Beschilderung am Kandelaber verweist auf seine Rekonstruktion: „1983 - Schlanke Mathilde - Errichtet auf Anregung des gleichnamigen Stammtisches. Finanziert durch Unterstützung der Hörder Bevölkerung. Gefertigt nach den Plänen aus dem Jahr 1908 in der Ausbildungswerkstatt 'Phoenix' der Hoesch-Hüttenwerke AG.“. Dieses historische und zugleich moderne Denkmal spiegelt nicht nur künstlerischen Wert wider, sondern steht auch für bürgerschaftliches Engagement und industrielle Bildungsgeschichte in Dortmund. Der oder die schaffende Künstler*in des Originals bleibt unbekannt; doch lebt sein Werk in dieser detailgetreuen Nachbildung fort.