Gedenkstein für Mehmet Kubasik
Künstler: Mitarbeiter des Tiefbauamtes der Stadt Dortmund, Firma Steinmetz Faure
Jahr: 2012
An der Mallinckrodtstraße 190 in Dortmunds Innenstadt-Nord erinnert seit dem Jahr 2012 ein Gedenkstein aus hellgrauem Granit an Mehmet Kubasik. Dieser wurde am 4. April 2006 in seinem Kiosk von Mitgliedern des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) ermordet und zählt zu den Opfern einer langjährigen Mordserie durch die rechtsextreme Gruppierung. Der quadratische Stein trägt die Inschrift: "Zum Gedenken an Mehmet Kubasik, Ermordet am 4. April 2006 durch rechtsextreme Gewalttäter, Bezirksvertretung Innenstadt-Nord" und ist Teil einer kleinen Anlage mit Kopfsteinpflaster und Kettenumrandung. Die Initiative für das Mahnmal ging von der Bezirksvertretung Innenstadt-Nord aus; Mitarbeiter des Tiefbauamtes der Stadt Dortmund waren für Planung und Umsetzung verantwortlich. Die präzise Ausarbeitung der Inschrift erfolgte durch die Dortmunder Steinmetzfirma Faure. Am 24. September desselben Jahres fand die Enthüllungszeremonie statt, bei welcher Familienangehörige des Verstorbenen sowie zahlreiche Bürger*innen und politische Vertreter*innen zugegen waren. Oberbürgermeister Ullrich Sierau äußerte bei dieser Gelegenheit sein Bedauern darüber, dass die Morde nicht früher als rechtsextrem motiviert erkannt wurden und bat um Entschuldigung dafür. Ein Jahr nach Errichtung dieses Denkmals wurde nahebei an der Steinstraße ein weiteres Mahnmal eingeweiht, das alle zehn NSU-Opfer namentlich ehrt.
