Ohne Titel

PlastikBrunnen

Künstler: Nicola Fortmann-Drühe, Harald Meißner

Jahr: 1990-1991

Die Umgestaltung des Hansaplatzes in Dortmund, ein Projekt der Architekten Nicola Fortmann-Drühe und Harald Meißner, wurde 1990 nach einem gewonnenen städtebaulichen Wettbewerb von 1987 vollendet. Die Neukonzeption umfasste die Erweiterung einer Tiefgarage sowie deren Anpassung an das Straßenniveau und eine harmonische Einbindung in das historische Stadtbild. Für ihre Arbeit wurden die Architekten mit dem BDA-Preis NRW ausgezeichnet. Das Areal gliedert sich nun in einen größeren Veranstaltungsplatz und einen kleineren Bereich oberhalb einer Freitreppe zum Verweilen. Markante Elemente sind filigrane Stahlglaskuben als Eingänge zur Tiefgarage, akzentuiert durch farbige Emaillebleche und Edelstahlraster sowie kräftig rote und blaue Wandscheiben. Diese Farbgebung findet sich auch in den hohen quadratischen Kachelwänden am Brunnen wieder, welcher das natürliche Gefälle des Platzes nutzt. Eine 10 Meter hohe Kolonnade aus fünf quadratischen Edelstahlsäulen dient sowohl als Torbogen als auch als Bühnenkulisse. Der Brunnen selbst fügt sich mit seinen unterschiedlich hohen Außenwänden nahtlos in die Topographie ein und bietet mit seiner gestalterischen Nähe zu natürlichem Felsgestein einen reizvollen Materialkontrast. Dieses Kunstwerk zeichnet sich durch seine funktionale Vielfalt aus: Es ist zugleich urbaner Lebensraum, architektonisches Statement und integratives Element innerhalb der Stadtstruktur in der Mitte Dortmunds.