Licht und Schatten

Licht und Schatten

Mahnmal Plastik Lichtkunst

Künstler: Pia-Laureen Emde, Marc Horstmeier

Jahr: 2014

Das Mahnmal "Zwischen Licht und Schatten" von Pia Emde ist eine eindrucksvolle Installation aus Cortenstahl, die sich auf einer Insel am Westufer vom Phoenix-See in Dortmund-Hörde befindet. Mit einer Höhe von 4,50 m und einer Grundfläche von 3,00 m x 3,00 m bildet es einen begehbaren Turm aus horizontal geschichteten Stahlblechen und -kästen. Diese Konstruktion erzeugt ein dynamisches Spiel zwischen Licht und Dunkelheit, das sowohl tagsüber als auch nachts zur Geltung kommt. Die robuste Materialität des Stahls steht im Kontrast zu der filigranen Wirkung der Lichteffekte. Die integrierten Leuchtkästen im Inneren dienen als Träger für Informationen und Bilder, die über die Geschichte der Zwangsarbeit während des Zweiten Weltkriegs in Dortmund aufklären. Bis zu 80.000 ausländische Zwangsarbeiter:innen wurden damals in dieser Industriestadt ausgebeutet, wobei ein bedeutender Teil bei der Dortmund-Hörder Hüttenunion tätig war. Der Besuch des Mahnmals ermöglicht durch seine begehbare Struktur eine intensive Auseinandersetzung mit dem schweren Thema der Zwangsarbeit – eine bewusste Entscheidung abgeschieden vom äußeren Umfeld. Das Denkmal wurde auf Initiative der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten errichtet und im Jahr 2020 feierlich eingeweiht. Die Finanzierung dieses Erinnerungsortes belief sich auf 200.000 Euro, getragen durch das Budget der Kulturbetriebe sowie Beiträge von Sparkasse Dortmund und DSW21.