Ohne Titel
Künstler: Reinhold Kostrzewa
Jahr: 1996
Die im Jahr 1996 von Reinhold Kostrzewa geschaffene Brunnenplastik ist ein markantes Beispiel abstrakter Kunst und befindet sich auf dem neugestalteten Wilhelmplatz in Dortmund-Dorstfeld. Die aus Bronze gefertigte Skulptur ragt mit einer Höhe von 2,60 m empor und steht in einem rechteckigen Becken, das maximal 0,60 m hoch und 3,50 m breit ist. Das Wasserspiel integriert sich harmonisch zwischen den umliegenden Treppenstufen und der Wittener Straße. Die Plastik zeichnet sich durch ihre aufrechte Form aus, die an eine menschliche Gestalt mit erhobenem Haupt erinnert. Der obere Teil der Figur weitet sich auf und spaltet sich dabei – ein dynamischer Abschluss, der die aufstrebende Form betont. Trotz dieser Assoziation zu einer menschlichen Silhouette bleibt die Skulptur offen gestaltet; zahlreiche Eintiefungen durchbrechen die Form und verleihen ihr eine strukturierte Oberfläche. Wasserstrahlen schießen in hohen Bögen aus der Bronzefigur heraus und fallen zurück in das ummauerte Becken darunter. Diese Interaktion mit dem Element Wasser ist charakteristisch für Kostrzewas Werke, wie auch seine frühere Arbeit "Wasserbaum" nahe des Westparks oder eine weitere Brunnenplastik in Herdecke zeigen. Der künstlerische Beitrag Kostrzewas wurde durch einen Wettbewerb bestimmt, welcher von der Sparkasse finanziell unterstützt wurde. Ein Hinweisschild am Brunnen lautet: „Kein Trinkwasser“. Mit diesem Werk liefert Kostrzewa nicht nur einen ästhetischen Blickfang für den öffentlichen Raum sondern schafft auch einen Ort der Reflexion über Formgebung und Materialität innerhalb seiner abstrakten Arbeitsweise.
