Sieben Spektralringe
Künstler: Reinold Knümann
Jahr: Nicht bekannt
Die Stahlplastik "Sieben Spektralringe" ist ein markantes Beispiel für Industriekunst auf dem Campus Nord der TU Dortmund in Dortmund-Barop. Geschaffen von Reinold Knümann, geboren 1927 und tätig beim Staatshochbauamt für die Universität Dortmund, wurde das Kunstwerk 1982 als Teil eines Skulpturenensembles installiert. Die sieben nahtlosen Ringe variieren in ihren Durchmessern zwischen 5,87 m und 2,24 m und sind entlang einer Gesamtlänge von 22,67 m angeordnet. Inspiriert durch einen Besuch des Künstlers im Stahlwerk Rothe-Erde – Schmiedag AG im Herbst 1980, wo er fehlerhafte Stahlringe vorfand, entstand die Idee zu dieser ungewöhnlichen Installation. Die Anordnung der farbigen Ringe bildet die Form eines langgestreckten Kegels nach den Proportionen des Goldenen Schnitts. Eine Aluminiumkugel mit zylindrischer Bohrung dient als visueller Schnittpunkt der Mantellinien des Kegels und ermöglicht den Blick durch alle sieben Ringe hindurch. Die Farbgebung folgt dem Prinzip des Regenbogenspektrums mit Rot, Orange, Gelb, Grün, Indigo, Hellblau und Violett - wobei Indigo und Hellblau an der falschen Stelle stehen und vertauscht werden müssten. Ursprünglich stand sie in Nähe des Mathematikhörsaals; dort erläuterte ein Wandbild den Bezug der Spektralringe zum Goldenen Schnitt. Nach einem Neubau wurde das Ensemble jedoch in die Nähe des Physikgebäudes versetzt. Eine Beschilderung informiert über Titel, Materialien sowie die Unterstützung durch Rothe Erde-Schmiedag AG Dortmund bei der Realisierung dieses Werks: "SPEKTRAL-RINGE / STAHLPLASTIK AUS NAHTLOSEN RINGEN / REINOLD KNÜMANN / STIFTUNG: ROTHE ERDE- SCHMIEDAG AG DORTMUND 1982".
