Zahnradpaar
Künstler: Reinold Knümann
Jahr: 1820 (?)
Das "Zahnradpaar" aus Eisen, geschaffen um 1820, ist ein markantes Beispiel für Industriekunst auf dem Campus Nord der Technischen Universität in Dortmund-Barop. Mit Durchmessern von 4,72 m und 1,60 m symbolisierten diese Zahnräder über anderthalb Jahrhunderte die industrielle Dynamik in den Vereinigten Nickelwerken Schwerte/Ruhr. Reinold Knümann (*1927), verantwortlich für das Staatshochbauamt an der Universität Dortmund, kuratierte die Aufstellung dieser Industrieobjekte zwischen 1979 und 1981 als Teil eines größeren Ensembles. Knümanns Intention war es, durch die Präsentation solcher Objekte eine Brücke zwischen der technisch orientierten Universität und der von Bergbau sowie Schwerindustrie geprägten Stadtgeschichte zu schlagen. Die rote Industrieskulptur wurde dabei bewusst verfremdet: Das größere Rad ist vertikal halbiert und mit einem Abstand von 0,26 m durch Originalschrauben verbunden. Das Große und das kleine Zahnrad stehen auf unterschiedlich hohen Betonsockeln, wobei die Zähne ineinander greifen. Eine Beschilderung informiert über die historische Bedeutung des Werks und seine frühere Rolle im Antrieb einer Zylinderwalze mittels Dampfmaschine. Gestiftet wurden die Zahnräder vom Westfälischen Freilichtmuseum Hagen – ein Zeugnis technischer Kulturdenkmale: „ZAHNRADPAAR um 1820 / DAS ZAHNRADPAAR DIENTE ÜBER 150 JAHRE ALS VORGELEGE-ÜBERTRAGUNG FÜR DEN ANTRIEB EINER ZYLINDERWALZE DURCH EINE DAMPFMASCHINE. FRÜHERER STANDORT: VEREINIGTE NICKELWERKE SCHWERTE/RUHR. / STIFTUNG 1979: WESTFÄLISCHES FREILICHTMUSEUM TECHNISCHER KULTURDENKMALE E.V. HAGEN“; Signatur rechter Rand der Tafel: Reinold Knümann
