Friedenssäule
Künstler: Susanne Wehland
Jahr: 1989
Die 8,50 m hohe Friedenssäule, ein Werk von Susanne Wehland aus dem Jahr 1989, erhebt sich auf einem oktogonalen Sockel auf dem Friedensplatz im Zentrum Dortmunds. Gefertigt aus hellgrauem Granit, trägt sie an ihrer Spitze eine leuchtende Kugel, veredelt mit Blattgold. Der Schaft der Plastik ist geziert von vergoldeten Bronzegroßbuchstaben, die das Wort „Frieden“ formen und somit die zentrale Botschaft des Kunstwerks verkörpern. Seitlich sind in flachem Relief abstrahierte Menschengestalten zu erkennen – sie interagieren miteinander durch Gesten wie Händeschütteln und Gespräche. Diese Darstellungen symbolisieren zwischenmenschliche Beziehungen und den Wunsch nach Harmonie. Eingebettet zwischen diesen Figuren finden sich in kleinerer Bronzebeschriftung Variationen des Friedensbegriffs in den Sprachen der Partnerstädte: "Paix", "Peace", "שלום" (Schalom), "Mir", sowie "和平" (Wahei) und "la paz". Die Abwesenheit der türkischen Entsprechung weist auf die erst später etablierte Partnerschaft mit Trabzon hin. Die Platzierung der Säule korrespondiert sowohl mit dem Rathaus als auch mit dem Friedensplatz und schafft so eine räumliche Verbindung zu wichtigen städtischen Elementen. In ihrer formalen Gestaltung zeigt die Skulptur Ähnlichkeiten zum Europa-Brunnen von Joachim Schmettau – beide teilen das Material des hellgrauen Granits. Wehlands künstlerische Interpretation menschlicher Figuren lässt Assoziationen zu außereuropäischen Kulturen zu und unterstreicht damit den universellen Charakter ihres Friedensappells.
