Alte Priestergruft
Künstler: Theodor Brockhinke
Jahr: 1888
Das Sandsteinkreuz der alten Priestergruft, die sich auf dem katholischen Teil des Friedhofs in Dortmund-Hörde befindet, ist ein eindrucksvolles Beispiel historistischer Grabmalkunst aus dem Jahr 1888. Geschaffen von Theodor Brockhinke (1839-1890), misst das Werk eine Höhe von etwa 4,50 m und eine Breite von 1,50 m. Das Kreuz ruht auf einem hohen Sockel und präsentiert sich als architektonisch gestaltetes Kleinbauwerk mit Säulen, Giebeln und einem Dach. Die Vorderseite ziert ein Bibelvers aus Johannes 11,25: „Ich bin die Auferstehung und das Leben, wer an mich glaubt, der wird leben, obgleich er gestorben ist.“ Dieser Vers unterstreicht die christliche Hoffnung auf Auferstehung und ewiges Leben. Die Ornamentik zeigt pflanzliche Motive an Kapitellen und Friesen sowie einen Schmetterling im vorderen Giebelfeld als Symbol für Transformation und Auferstehung. Überdies krönt den Dachfirst eine Darstellung der Kreuzigung Christi – ein zentrales Motiv christlicher Ikonografie. Auf der Rückseite des Denkmals verweist die Inschrift „Anno 1888“ auf das Entstehungsjahr dieses kunsthistorisch bedeutsamen Grabmals.
