Mahnmal an der Bartholomäuskirche
Mahnmal an der Bartholomäuskirche
Kriegerdenkmal Plastik Mahnmal BaudenkmalKünstler: Theodor Nöker
Jahr: 1994
Das Mahnmal an der Bartholomäuskirche in Dortmund-Lütgendortmund, ein sehenswertes Kriegerdenkmal aus dem Jahr 1994, gedenkt der Opfer von Krieg und Gewalt. Geschaffen vom Bildhauer Theodor Nöker (*1929, †2019), besteht es aus sieben Betonwänden mit einer Höhe von 1,20 m und einer Breite von 0,30 m. Zwischen diesen Wänden spannt sich eine Doppelreihe übergroßer Stacheldrahtelemente aus Bronze – bis auf einen zentralen Durchgang. Die Plastik trägt die Signatur "NÖKER |92" und ist mit der Inschrift versehen: „DEN OPFER VON KRIEG UND GEWALT ZUM GEDÄCHTNIS, DEN LEBENDEN ZUR MAHNUNG DIE BÜRGER DIESER GEMEINDE IM JAHR 1994“. Ursprünglich wurde das Denkmal im Jahre 1928/29 als Ehrenmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs errichtet. Es bestand aus drei Sandsteinplatten mit Reliefs marschierender Soldaten und einem aufgebahrten Soldaten sowie den Namen der Gefallenen. Im Laufe der Zeit erlitt das Monument Schäden durch Verwitterung sowie Beschädigungen durch Granatsplitter im Zweiten Weltkrieg. In den frühen 1990er Jahren entschied man sich für eine Umgestaltung zum allgemeinen Mahnmal. Nökers Entwurf gewann einen öffentlichen Wettbewerb und seine Großplastik wurde nach seiner Holzform in Süddeutschland gegossen. Jährlich am Volkstrauertag wird hier den Opfern gedacht – ein Zeichen des Respekts und der Erinnerungskultur seitens Kirchen, Organisationen, Vereinen und Bürgern. Das Mahnmal steht unter Denkmalschutz (Denkmalliste Nr. A 0364) und symbolisiert mit seinen massiven Formen sowohl die Schwere des Themas als auch die Hoffnung auf Frieden.
