Erinnerung an Papst Johannes XXIII.
Künstler: Thomas Jessen
Jahr: 1998
Seit 1998 ziert eine Glasmalerei des westfälischen Künstlers Thomas Jessen, geboren 1958 und spezialisiert auf sakrale Kunst, die Brackeler Kommende in Dortmund-Brackel im Erzbistum Paderborn. Dieses Gedenkwerk aus Ziegelstein und Glas ehrt Papst Johannes XXIII., dessen Pontifikat von 1958 bis zu seinem Tod im Jahr 1963 währte. Die Installation besteht aus zwei konvex geformten Backsteinmauern, die einen schmalen Raum umschließen und in einer gläsernen Rückwand münden. Diese Wand präsentiert eine detailreiche Glasmalerei des Papstes in vollem Ornat, umgeben von einem Wechselspiel roter, schwarzer und weißer Farbflächen mit sanften Übergängen. Im unteren Teil der Komposition sticht das päpstliche Wappen hervor – ein Turm flankiert von zwei Schlüsseln, ein Löwe sowie eine Papstkrone – ergänzt durch die Inschriften "Mater et Magistra" (Mutter und Lehrerin) und "Pacem in Terris" (Friede auf Erden). Diese Schriftzüge verweisen auf die beiden namensgebenden Enzykliken des Papstes, welche sich mit katholischer Soziallehre, Ökumene und Friedensarbeit auseinandersetzen – zentrale Themen für die Kirchenreform seiner Zeit. Johannes XXIII., geboren 1881 in Sotto il Monte/Italien, wurde im Jahr 2000 von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen. Das Kunstwerk könnte anlässlich des vierzigsten Jubiläums seines Pontifikats entstanden sein.
