EPITAPH III, Namen und Steine

Gedenkstein

Künstler: Tom Fecht

Jahr: 1995

"Epitaph III" ist ein Gedenkstein, der sich vor dem Empfangsgebäude der U-Bahnstation Stadtgarten in Dortmund befindet. Die Installation besteht aus einer 9,00 m langen Reihe grober Pflastersteine und einer quadratischen Bronzetafel mit einer Kantenlänge von 0,20 m. Auf dieser Tafel wird die Bedeutung des Werks erläutert: Es gedenkt Menschen, die an Aids verstorben sind und ist Teil des Projektes: „Epitaph III / Dortmund 1995 / Diese Installation erinnert an Menschen, die an Aids verstorben sind. Sie ist Teil des Projektes NAMEN und STEINE der Deutschen AIDS- Stiftung, Bonn und des Künstlers Tom Fecht. / Aids-Hilfe Dortmund e.V.“; Installation mit gravierten + Zeichen vereinzelt dazwischen: „ANDREAS / WOLFGANG / MARTIN BARTH / ULI / MIKE / PETER / RALF-ANDREAS / UNS SIGGI / ROGER / CHRISTOF HÖHNE / HUGH / FRANZISKA / FRANK / PETER / WOLFGANG / CARSTEN / TIGER / THOMAS STRAUB / BRITTA / PETER BRAKSIEK / CHARLY / ULI U. / JÜRGEN KOLL / Mémoire nomade NAMEN und STEINE DORTMUND 1995 / FREDDIE MERCURY / HANS-GERD KÖPSELL / ACHIM / KLAUS DIETER / JÜRGEN / STEFAN / INGO / DENK RAUM“. Das Projekt diente oft als einziger Ort des Gedenkens für Freunde und Angehörige, da Verstorbene nicht selten von ihren Familien verstoßen wurden. Das Kunstwerk wurde am Welt-Aids-Tag, dem 1. Dezember 1995, eingeweiht und symbolisiert Solidarität mit den Betroffenen. Obwohl das offizielle Projekt im Jahr 2000 endete, können weiterhin Namenssteine hinzugefügt werden. Tom Fecht (*1952), Bildhauer dieses bewegenden Denkmals, hat mit diesem Werk einen stillen Raum geschaffen, der zum Innehalten einlädt inmitten eines Ortes täglicher Hektik. Mit seiner Arbeit trägt er dazu bei, dass HIV/AIDS im öffentlichen Bewusstsein bleibt – eine Krankheit ohne Heilungsmöglichkeit oder Impfung und jährlich zahlreichen Neuinfektionen weltweit trotz abnehmender Sichtbarkeit in den Medien.