Kriegerdenkmal in Wambel, Gefallene 1914-1918
Künstler: Victor Heinrich Seifert
Jahr: 1931
Das Kriegerdenkmal in Dortmund-Wambel ist ein bewegendes Mahnmal für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten. Geschaffen wurde es 1931 von dem Berliner Bildhauer Victor Heinrich Seifert (1870–1953). Die Skulptur aus Bronze und Kunststein erreicht eine Gesamthöhe von etwa 3,30 m und ruht auf einem mehrstufigen Sockel mit quadratischem Grundriss mit 1,10 m Kantenlänge. Der untere Teil des Sockels weist senkrechte Rillen und eine grob behauene Oberfläche auf, während der obere Teil glatter gestaltet ist. Die 1,44 m hohe und 0,70 m breite Figur selbst stellt einen knienden Soldaten dar, dessen linke Hand einen Lorbeerkranz hält – ein Symbol der Ehrung und Trauer. Mit gesenktem Kopf und traurigem Blick scheint er im Begriff zu sein, den Kranz am Grab eines Gefährten niederzulegen. Sein rechter Arm hält schützend seinen Helm vor sich. Die Detailtreue zeigt sich in der Darstellung seiner Uniform mit Knopfleiste, Kragen sowie Stiefeln. Auf dem Sockel sind Inschriften angebracht: Vorne steht "1914-1918 UNSEREN HELDEN", hinten findet man die Angabe "ERRICHTET 1931 VON DEN BÜRGERN DER GEMEINDE WAMBEL". Eine Bronzetafel trägt zudem den Hinweis auf den Guss: "Guss Rich.Barth Bln. Mariendorf"; sowie die Signatur Seiferts: "Victor H. Seifert.". Dieses Denkmal unterscheidet sich deutlich von später entstandenen Werken mit einer nationalsozialistischen Ästhetik; es verkörpert vielmehr Trauer und Introvertiertheit als kampfbereite Heroik. Finanziert wurde das Monument durch Beiträge der Bürgerschaft Wambels und eingeweiht trotz einer kurz zuvor erfolgten Schändung mit roter Farbe am 17. Mai 1931. Es steht symbolisch für die Umwandlung des Alten Friedhofs in eine öffentliche Grünanlage und dient als Ort des Gedenkens an die tragischen Verluste des Krieges.
