Mahnmal für die Alte Synagoge

GedenksteinRelief

Künstler: Waldemar Otto

Jahr: 1990

Das Mahnmal für die Alte Synagoge in Dortmund, ein Werk des renommierten Bildhauers Waldemar Otto aus dem Jahr 1990, steht als stummes Zeugnis der Geschichte am Ort des ehemaligen prächtigen Kuppelbaus von Architekt Eduard Fürstenau. Dieses Denkmal aus grünbläulichem Anröchter Dolomit ragt mit einer Höhe zwischen 1,30 m und 2,60 m sowie einer Breite von 0,90 m empor und nimmt die gesamte Tiefe der Treppe zum Hiltropwall ein. Die Gestaltung erinnert an ein Fragment verbliebenen Mauerwerks mit bewusst rauen Oberflächen und lediglich geschliffenen Kopfseiten. Ein Relief des zerstörten Gebäudes ist im oberen Bereich zu sehen und darunter die Inschrift: Inschriften: "Gedenke 'Ewiger' was an uns geschah / Klagelied 5,1 / Den jüdischen Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt, die von 1933-1945 Opfer nationalsozialistischer Gewaltherrschaft wurden. Zum Gedenken allen Lebenden zur ewigen Mahnung."; sowie: "Auf diesem Platz stand einst die Synagoge der jüdischen Gemeinde Dortmund. 1900 errichtet als ‚Zierde der Stadt für ewige Zeiten’, 1938 zerstört durch den Terror des Naziregimes. Dieses Mahnmal wurde 1990 von der Stadt Dortmund errichtet.". Waldemar Otto zählt zu den bedeutendsten deutschen Künstler*innen im Bereich der figurativen Plastik. Seine Ausbildung absolvierte er ab 1948 an der Berliner Hochschule für bildende Künste und setzte seine künstlerische Entwicklung während eines DAAD-Stipendiums in Florenz fort. Nach zahlreichen Auszeichnungen und Gastprofessuren schuf er dieses Mahnmal als einen Ort des Gedenkens und der Mahnung. Die Bedeutung dieses Kunstwerks wird regelmäßig durch Pflege- und Restaurierungsmaßnahmen unterstrichen – so auch im Frühjahr 2020 durch eine spezialisierte Firma aus dem Münsterland auf Initiative der Stabsstelle Kunst im öffentlichen Raum der Stadt Dortmund.