Bruno Möhring

Künstler:in (*) 1863 (†) 1929 1 Kunstwerk

Leben: (*) 1863, (†) 1929

Anzahl Kunstwerke: 1

Bruno Möhring war ein herausragender Vertreter des Jugendstils in Deutschland. Nach einer prägenden Studienzeit an der Technischen Hochschule Charlottenburg und ersten beruflichen Erfahrungen im Berliner Schlossbaubüro gründete er 1892 sein eigenes Büro in Berlin. Seine Entwürfe für die Bonner Rheinbrücke und weitere Brückenprojekte zeugen von seiner Fähigkeit, Eisenkonstruktionen architektonisch zu überformen, was ihm eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Gutehoffnungshütte bescherte.

Möhrings städtebauliche Arbeiten, insbesondere seine Konzepte für Wohngebiete mit Blockrandbebauung und begrünten Innenflächen, schuf er ab 1906. Trotz eines vermeintlich weniger spektakulären Wirkens nach dem Ersten Weltkrieg schuf er weiterhin qualitativ hochwertige Architektur wie die Neugestaltung der Dorfkirche Marienfelde.

Als Mitbegründer des Deutschen Werkbundes und Mitherausgeber verschiedener Fachzeitschriften hatte Möhring auch publizistischen Einfluss. Sein Wirken wurde durch Ehrungen gewürdigt; so wurde er zum Professor ernannt und war Mitglied internationaler Architektengremien sowie der Preußischen Akademie des Bauwesens.

Neben großen Denkmälern entwarf Möhring kunstgewerbliche Objekte wie Schmuckstücke, Lampen oder Möbel sowie architektonische Dekorationselemente. Die Materialien Glas, Eisenfachwerk und Backstein kamen dabei häufig zum Einsatz, beispielsweise beim Eingang zur Maschinenhalle der Zeche Zollern zwischen 1902-1903. Bruno Möhrings letzte Ruhestätte findet sich auf dem Friedhof Marienfelde in Berlin, wo sein Ehrengrab als Gartendenkmal unter Denkmalschutz steht.

Porträt von Bruno Möhring

Kunstwerke des Künstlers