Eingang zur Maschinenhalle der Zeche Zollern

BaukunstIndustriekunst

Künstler: Bruno Möhring

Jahr: 1902-1903 (?)

Das Eingangsportal zur Maschinenhalle der Zeche Zollern in Dortmund-Bövinghausen ist ein prägnantes Beispiel für Baukunst, entworfen vom Berliner Architekten Bruno Möhring (1863-1929) und erbaut zwischen 1902 und 1903. Dieses Kunstwerk aus Glas, Eisenfachwerk und Backstein markiert den Beginn moderner Industriearchitektur und symbolisiert den stilistischen Wandel vom Historismus über den Jugendstil hin zur Moderne. Besonders hervorzuheben ist das Jugendstil-Portal mit seiner farbigen Verglasung – ein Unikat im europäischen Industriebau. Die Halle beherbergt einen historisch bedeutsamen Maschinenbestand, darunter eine elektrische Fördermaschine, die in Deutschland ihresgleichen sucht. Das Portal selbst wurde durch die Herausgabe einer 80 Pfennig-Briefmarke am 6. November 1987 als Teil der Serie "Sehenswürdigkeiten" gewürdigt. Über seine architektonische Bedeutung hinaus steht das Bauwerk auch für den gesellschaftlichen Wert von Industriedenkmalpflege: Durch bürgerschaftliches Engagement gerettet, war es 1969 das erste Mal in Deutschland, dass ein solches Industriegebäude unter Schutz gestellt wurde. Diese Rettungsaktion begründete zudem die neue Richtung der "Industriedenkmalpflege". Die Maschinenhalle dient weiterhin als Ursprungsort des LWL-Industriemuseums mit seinen acht Standorten und repräsentiert somit eindrucksvoll die Anfänge von Industriedenkmalpflege und -kultur.