Fritz Richter-Elsner

Künstler:in (*) 1884 (†) 1970 1 Kunstwerk

Leben: (*) 1884, (†) 1970

Anzahl Kunstwerke: 1

Fritz Richter-Elsner, gebürtig aus Köppelsdorf in Thüringen, war ein deutscher Bildhauer, der vor allem für seine Denkmäler und Jugendstil-Plastiken bekannt ist. Nach seinem Studium an der Industrie- und Kunstgewerbeschule Sonneberg sowie in München übernahm er bereits mit 21 Jahren die künstlerische Leitung der Hofbildgießerei Oskar Gladenbeck nahe Berlin. In dieser Zeit entstanden Werke wie das Jahn-Denkmal in Perleberg (1912) und diverse Kriegerdenkmäler. Seine Schaffensperiode erstreckte sich hauptsächlich von den frühen 1900ern bis zu den 1940ern, wobei er Materialien wie Bronze, Alabaster und Sandstein verwendete.

Richter-Elsners Werk reflektiert eine historistische Auffassung; so schuf er neben dem „130er Denkmal am Kellerkopf“ (1929) auch das Gefallenen-Denkmal in Grimmen (1928). Die politischen Umwälzungen seiner Zeit spiegeln sich ebenfalls wider: Er wurde 1937 Mitglied der NSDAP und erlebte während des Nationalsozialismus sowohl berufliche Einschränkungen als auch persönliche Zahlungsschwierigkeiten.

Nach dem Zweiten Weltkrieg veränderte sich sein Stil nicht mehr im Einklang mit dem damaligen Zeitgeschmack, was zu einer Abnahme seiner Aufträge führte. Eine seiner letzten bekannten Arbeiten ist eine Büste von Gerhart Hauptmann. Fritz Richter-Elsner verstarb 1970 in Detmold.

Sein künstlerisches Vermächtnis umfasst unter anderem die Bronze-Plastik "Auf die Mensur", die Alabaster-Büste eines Mädchens sowie zahlreiche Skulpturen auf dem Friedhof in Berlin-Friedrichshagen. Auch wenn einige seiner Werke zerstört wurden oder verloren gingen, sind viele seiner Denkmale noch heute erhalten und zeugen von seinem handwerklichen Geschick und zeitgeschichtlichen Einflüssen.

Porträt von Fritz Richter-Elsner

Kunstwerke des Künstlers